Bibliothek

Newsletter

PDF Abonieren

YouTube-Kanal

Eingeschränkter Betrieb:

 

Archiv, Bibliothek und Museum Ab Montag, 8. Juni 2020 wird ein eingeschränkter Betrieb wieder zu den gewohnten Zeiten möglich sein. Die Anzahl der verfügbaren Plätze ist aufgrund der gesetzlichen Anforderungen (Covid-19) beschränkt. Der Besuch des Lesesaals (Archiv und Bibliothek) ist nur gegen bestätigte Voranmeldung möglich:

Archiv: rene.bienert@vwi.ac.at
Bibliothek: barbara.grzelak@vwi.ac.at

 

Der Besuch des Museums ist für max. vier Personen gleichzeitig wieder erlaubt. Die Sicherheit der BenutzerInnen und MitarbeiterInnen hat oberste Priorität. Wir ersuchen Sie, den behördlich vorgeschriebenen Mund-Nasen-Schutz selbst mitzubringen und während ihres Aufenthalts zu tragen. Handdesinfektionsmittel werden bereitgestellt.

Rita Horváth

Research Fellow (10/2017–05/2018)

 

Wut und Erinnerung verhandeln. (Wieder)ErlebteErfahrungen ungarisch-jüdischer Kinderzwangsarbeiter in Wien und Umgebung 1944–1945 in Memoiren und Zeugnissen

 

HORVATHDie Erfahrungen ungarisch-jüdischer Kinder, die 1944/1945 nach Wien und Umgebung zur Zwangsarbeit verschleppt wurden, stehen im Mittelpunkt des Projektes – vor allem interessiert die Frage, wie sich diese später in ihren literarischen Erinnerungen und Zeugnissen niederschlagen. Eine Besonderheit dieses Kapitels des Holocaust besteht darin, dass die Mehrheit der Zeugenberichte von Deportierten stammt, die zu dieser Zeit Kinder waren, und damit gerade die Erinnerungen von Kindern eine wichtige Quelle für die Erforschung der Zwangsarbeit in Wien darstellen. Aufgezeigt wird nicht nur der Stellenwert dieser Dokumente, sondern auch, welche Fülle von entscheidenden Informationen aus diesen Zeugnissen der überlebenden Kinder gewonnen werden kann.

 

Zur Beschreibung und Erörterung dieser Texte kommen literaturwissenschaftliche und historische Methoden zur Anwendung. Zudem werden diese Texte mit anderen, im Rahmen großer Oral-History-Projekte gesammelten nichtliterarischen Zeugnissen von Kindern verglichen: Ziel ist es, die zentralen Themen sowie deren Stellenwert in der Gesamterzählung zu identifizieren und jene Emotionen festzumachen, die die Zeugnisse der überlebenden Kinder ungarisch-jüdischer Zwangsarbeit in Wien bestimmen.

 

Rita Horváth, Literaturwissenschaftlerin und Historikerin, promovierte 2003 an der Bar-Ilan Universität (Ramat Gan, Israel). Seit 2010 ist sie Research Associate an der Brandeis University (Waltham, MA, USA) und Research Fellow des International Institute for Holocaust Research in Yad Vashem. Seit 2004 ist sie Lektorin im Rahmen des Programms für Holocaust-Studien der Eötvös-Loránd-Universität Budapest, zwischen 2005 und 2012 lehrte sie englische sowie Holocaust-Literatur an der Bar-Ilan Universität. Ihre Forschungsschwerpunkte sind der Holocaust in Ungarn, Holocaust-Literatur, Traumaforschung und Literaturtheorie.

Juni 2020
Mo Di Mi Do Fr Sa So
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 30 1 2 3 4 5


Das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) wird gefördert von:

 

bmbwf 179

 

wienkultur 179

 

  BKA 179