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Lockdown, 26. Dezember 2020 – 8. Februar 2021

 

Archiv, Bibliothek und Museum bleiben aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen voraussichtlich bis 8. Februar 2021 geschlossen.

 

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Aktuelle Veranstaltungen und Calls

24. Januar 2021 08:00 - 27. Januar 2021 23:59
FellowshipsCall for Fellowships 2021/22
Fellowships 2021/2022 at the Vienna Wiesenthal Institute for Holocaust Studies (VWI) The Vienna Wiesenthal Institute for Holocaust Studies (VWI) invites applications for its fellowships for the academic year 2021/2022. The VWI is an academic institution dedicated to the research and...Weiterlesen...
24. Januar 2021 08:00 - 15. März 2021 23:59
FellowshipsConny Kristel Fellowship Programme 2021
By facilitating international access to an unprecedented range of key archives and collections related to the Holocaust as well as archival and digital humanities expertise, the EHRI Conny Kristel Fellowships support and stimulate Holocaust research conducted by researchers, archivist...Weiterlesen...
27. Januar 2021 17:00
VeranstaltungWebinar zum Internationalen Holocaust-Gedenktag
https://zoom.us/j/93155265314?pwd=SUNRbWRDTjUrUW5FdmlhREZ5Wng0dz09 Am 27. Januar 1945 wurde das KZ Auschwitz befreit. Zum Internationalen Holocaust-Gedenktag laden _erinnern.at_ und das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) zu einem Webinar über das Arbeits- und Vern...Weiterlesen...
28. Januar 2021 18:30
Simon Wiesenthal LectureCaspar Battegay: Um-Deutung, Um-Erzählung, Dekontextualisierung. Die Shoah in der Gegenwart
https://us02web.zoom.us/j/87650385118?pwd=VzJRUllGT0M4TWJkOTdoMm5LaStIUT09 Bei den Protesten gegen die Corona-Maßnahmen wurden Symbole des Holocaust wie der »Judenstern« in Anspruch genommen, um damit eine vermeintliche Marginalisierung abweichender Haltungen zum Ausdruck zu bringen....Weiterlesen...

Anne-Lise Bobeldijk

EHRI-Fellow (01/2019)

 

Konkurrierende Opfererzählungen im Zeitalter von ,Transitional Justice‘. Geschichte und Gedächtnis der kontaminierten Landschaft Maly Trostenez

 

BOBELDIJKDie Geschichte der kontaminierten Landschaft von Maly Trostenez sowie die Erinnerung an sie sowohl in Belarus selbst als auch in einigen westeuropäischen Ländern stehen im Zentrum der Fragestellung. Die ehemalige Kolchose und das Lager in Maly Trostenez und zwei nahe gelegene Wälder vor den Toren Minsks wurden von den Sowjets von 1937 bis 1941 zur Vernichtung von ‚Feinden der Sowjetunion‘, 1941 bis 1944 von den NS-Besatzern zur Ermordung von Partisanen, sowjetischen Kriegsgefangenen sowie Jüdinnen und Juden aus Belarus und Westeuropa benutzt: Beide Geschichten dieser Terrorlandschaft werden in diesem Projekt aufgearbeitet und analysiert. Dabei werden die Dynamiken zwischen diesen Geschichten wie auch die Erinnerung an sie in die Analyse einbezogen und die Frage gestellt, ob und wie sie miteinander in Konflikt gerieten und geraten, umkämpft oder verstrickt sind.

 

Anne-Lise Bobeldijk ist Doktorandin am NIOD Institut für Kriegs-, Holocaust- und Genozidstudien und an der Universität von Amsterdam. In den Jahren 2014 und 2016 absolvierte sie einen Master in Osteuropastudien und einen Master in Germanistik ebenda. Vor ihrer Doktorarbeit arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Praktikantin am NIOD Institut für Kriegs-, Holocaust- und Genozid-Studien sowie als Bildungsbeauftragte und PR-Managerin am Verzetsmuseum, dem Niederländischen Widerstandsmuseum in Amsterdam.

László Csősz

EHRI-FELLOW (04/2019–05/2019)

 

Die strasshofer Deportationen im Lichte der Nachkriegsjustiz  in Ungarn

 

CSOSZAls Teilaspekt eines größeren Projekts und im Anschluss an das am VWI abgeschlossene Projekt zur Topographie der ungarisch-jüdischen Zwangsarbeit in Wien 1944/1945 möchte dieses Forschungsvorhaben die Reihe der Entscheidungen und Ereignisse ausleuchten, die überhaupt zu den Sondertransporten  nach  Strasshof  geführt  haben.  In  einem  weiteren  Schritt  werden Folgen und Hinterlassenschaft der Transporte  untersucht – allen voran das weitere Schicksal der mehr als Zehntausend Überlebenden. Alle diese Fragen sind eng verbunden mit wichtigen, laufend zur Debatte stehenden Feldern der Holocaustforschung: der Nachkriegsjustiz, zu Fragen zur jüdischen  Elite  und  ihrem  Verhalten  im  Holocaust,  Verhandlungen  zwischen  den Nationalsozialisten und den Zionisten, der Rolle von Tätern und ‚Bystandern‘.

 

László Csősz ist Historiker und Archivar im Ungarischen Nationalarchiv, promovierte 2011 an der Universität Szeged. Seine wichtigsten Forschungsfelder sind Sozialgeschichte der Juden in Ungarn sowie antisemitische Sozial- und Wirtschaftspolitik in Ungarn.

Alina Bothe

EHRI-Fellow (12/2018)

 

Die Verfolgung der Jüdinnen und Juden polnischer Staatsangehörigkeit im Deutschen Reich 1938–1942

 

BOTHEDie Verfolgung der Jüdinnen und Juden polnischer Staatsangehörigkeit, in der Sprache der Täter auch als ‚Polenaktion’ bezeichnet, gehört zu den bisher nur marginalisiert betrachteten Feldern der Geschichte der Shoah. Es handelt sich um eine großangelegte Verfolgungsaktion basierend auf Staatsangehörigkeit, von der zwischen Oktober 1938 und September 1939 mindestens zwei Drittel aller im Reichsgebiet 1938 lebenden Jüdinnen und Juden polnischer Staatsangehörigkeit direkt betroffen waren. Die Verfolgung setzte sich in geringerem Ausmaß bis ins Jahr 1942 fort.

 

Im Zentrum des Habilitationsvorhabens stehen die Rekonstruktion und Interpretation dieser Ereignisse im Sinne einer integrierten Geschichte, die sowohl den Prozess der Radikalisierung der Verfolgung als auch die Erfahrungen der Opfer einbezieht.

 

Alina Bothe ist zurzeit Post-Doc Fellow am Osteuropa-Institut der Freien Universität Berlin. Sie war zuvor wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg. Ihr Habilitationsprojekt ist von der Ernst-Reuter-Gesellschaft, der Fondation pour la Mémoire de la Shoah und mit dem Saul Kagan Fellowship for Advanced Shoah Studies der Claims Conference gefördert worden. Für ihre Forschungen erhielt sie u.a. das Habilitationsstipendium des Deutschen Historischen Instituts Warschau, EHRI-Stipendien in London, Warschau, Jerusalem und Wien, sowie die Feldman-Reisebehilfen der Max-Weber-Stiftung und das Archivstipendium des Joint Distribution Committees. Sie ist mit einem Teaching Fellowship der Shoah Foundation der University of Southern California ausgezeichnet worden. Im zweiten Halbjahr 2018 wird im Berliner Centrum Judaicum die von ihr kuratierte Ausstellung Ausgewiesen! Berlin, 28. Oktober 1938. Die Geschichte der ‚Polenaktion’ zu sehen sein. Sie forscht und veröffentlicht insbesondere zur Geschichte der Shoah und des Nationalsozialismus, zur Geschlechtergeschichte und zu den Digital Humanities.

Dominique Hipp

EHRI-Fellow (11/2016)

 

Narrative der Gewalt. Berichte aus Dachau, Mauthausen und Ravensbrück

 

Hipp FotoDie Quellen dieses interdisziplinären Forschungsvorhabens sind Aussagen von TäterInnen, die in Gerichtsverfahren zwischen 1945 und 1955 zu NS-Gewaltverbrechen gemacht wurden. Das Dachauer Hauptverfahren, zwei deutsche Verfahren gegen Frauen aus dem KZ Ravensbrück und Volksgerichtsprozesse zum Lager Mauthausen bilden den Korpus. Gerichtsverfahren stellen eine besondere Kommunikations- und Dialogsituation dar, der in der Analyse besonders begegnet werden muss. Die Untersuchung der Aussagen der Angeklagten verschiebt sich vom ‚Was‘ zum ‚Wie‘ des Erzählens und fordert die Anwendung erzähltheoretischer Methoden. Die Frage, wie Raum und Situation in den Lagern von den Angeklagten beschrieben werden und wie sie sich selbst erzählerisch positionieren, ist die Kernfrage. In den Aussagen sind spezifische Fiktionalisierungsstrategien und eine bestimmte Form der Rhetorik vorzufinden. Die Anwendung literaturwissenschaftlicher Modelle bei der Analyse nicht-fiktionaler Texte verfolgt zwei Ziele: Sie verspricht neue Erkenntnisse für die Historiografie und leistet gleichzeitig einen methodischen Forschungsbeitrag.

 

Dominique Hipp ist Doktorandin am DFG-Graduiertenkolleg „Faktuales und fiktionales Erzählen“ an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Von 2013 bis 2015 war sie als wissenschaftliche Hilfskraft an der Aufbauphase des Zentrums für Holocaust-Studien am Institut für Zeitgeschichte in München beteiligt, wirkte an der Erarbeitung der Dauerausstellung des NS-Dokumentationszentrum in München mit und war an Projekten des Jüdischen Museums in Augsburg beteiligt.

Gergely Kunt

EHRI-Fellow (02/2017)

 

Ein Vergleich österreichischer und ungarischer Mentalitätsprägungen zwischen 1938 und 1945 mittels Tagebücher von Jugendlichen

 

KUNTDas Vorhaben ist eine transnationale, vergleichende Analyse der Mentalitäten von österreichischen und ungarischen Jugendlichen, die in der Zwischenkriegszeit geboren wurden. Die Basis der Untersuchung bilden die Tagebücher der Jugendlichen: wohl die einzige Möglichkeit, die Einstellungen, Vorurteile und Stereotype dieses Milieus sowohl auf der Mikroebene als auch im historischen Kontext zu erfassen. Im Fokus stehen sowohl jüdische als auch nichtjüdische TagebuchschreiberInnen, um sowohl Zeugen und ‚Bystander‘ wie auch Opfer des Holocaust zu erfassen. Dabei werden aber nicht nur veröffentlichte Egodokumente, sondern auch unveröffentlichte Manuskripte, bis dato kaum bekannte Tagebücher österreichischer und ungarischer MitläuferInnen, in die Studie einbezogen. Im Mittelpunkt stehen die religiösen, nationalen und politischen Identitäten, sowohl hinsichtlich der Frage nach ihrem Unterschied in Österreich und Ungarn hinsichtlich der Frage, wie religiöse Bindungen die Eigendefinition von Individuen bestimmte. Eine besondere Aufmerksamkeit erhält die Analyse der unterschiedlichen Rezeption des Antisemitismus und des Nationalsozialismus in den beiden Ländern.

 

Gergely Kunt ist Sozialhistoriker und Assistenzprofessor an der Universität Miskolc, Ungarn. Seine Dissertation war eine vergleichende Analyse sozialer Ideen und Vorurteile jüdischer und nichtjüdischer Jugendlicher im Zweiten Weltkrieg. Als Quellen dafür dienten persönlich gesammelte und antiquarisch angekaufte Tagebücher aus der Zeit des Holocaust und des Kommunismus. Kunt promovierte 2013 schließlich an der ELTE-Universität Budapest. Er ist Gründungsmitglied der European Diary Archives and Collections (EDAC).

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