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Simon Wiesenthal Lectures

 

Die regelmäßig, alle sechs bis acht Wochen stattfindende Vortragsreihe, setzt sich zum Ziel, mithilfe renommierter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die aktuellsten Forschungsergebnisse zum Holocaust sowohl einem Fach- als auch einem breiteren Publikum zu präsentieren – und dabei das beeindruckende Spektrum dieser Disziplin, die zahlreichen Frage- und Problemstellungen von der empirisch-analytischen Historiografie bis zu kulturwissenschaftlichen Themen, jüngere Forscherinnen und Forscher ebenso wie bereits arrivierte, zu berücksichtigen.

 

Die Vortragsreihe der Simon Wiesenthal Lectures hat sich seit 2007, noch in der Aufbauphase des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien (VWI), damals in Zusammenarbeit mit dem Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes und dem Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien, als tragendes Element der Vermittlung neuerer wissenschaftlicher Ergebnisse im Bereich der Holocaustforschung bzw. der Holocaust- und Genozid-Studien zum Flaggschiff der Vermittlungstätigkeit des VWI entwickelt.

 

Über ein Jahrzehnt bot das Österreichischen Staatsarchiv im Dachfoyer des Haus-, Hof- und Staatsarchivs großzügigerweise den Simon Wiesenthal Lectures Obhut. Während den herausfordernden Jahren der Pandemie wurden die Lectures online abgehalten. Ab Herbst 2022, um weitere Publikumsgruppen zu erschließen, konnte mit dem Wien Museum eine neue Kooperationspartner gewonnen werden. Bis zur Wiedereröffnung des Hauptstandortes am Karlsplatz werden die SWL im MUSA, Felderstraße 6-8, neben dem Wiener Rathaus stattfinden.

 

 

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Simon Wiesenthal Lecture
Dominik J. Schaller: Zwischen Trauma und Leugnung: Der Völkermord an den Armeniern im Ersten Weltkrieg
   

Donnerstag, 23. April 2015, 18:30 - 20:00

Dachfoyer des Haus-, Hof- und Staatsarchivs, Minoritenplatz 1, 1010 Wien

 

Nur wenige historische Ereignisse sind so umstritten wie der Völkermord an den Armeniern. Nicht nur die Geschichtswissenschaft beschäftigt sich mit der Interpretation der Geschehnisse 1915. Der Mord an den anatolischen Armeniern durch die Jungtürken ist zu einem Politikum geworden, das Parlamente ebenso wie Gerichte weltweit beschäftigt. Woher rührt die Brisanz dieser Thematik, die auch nach hundert Jahren emotional und kontrovers diskutiert wird? Und weshalb streitet die Türkei den Tatbestand des Völkermords noch immer hartnäckig ab? Der Vortrag wird die historischen Ursachen erörtern, den Gang der Geschehnisse aus einer objektiven Perspektive darlegen und unterschiedliche Deutungen besprechen. Die Darlegung der globalhistorischen Bedeutung dieses Ereignisses – insbesondere die Diskussion um die Vergleichbarkeit mit dem Holocaust – rundet den Vortrag ab.

 

Dominik J. Schaller ist Dozent für Neuere Geschichte am Historischen Seminar der Universität Heidelberg. Er befasst sich mit Genozidforschung, Kolonialgeschichte und der Geschichte Afrikas. Er war Herausgeber des Journal of Genocide Research und war als Berater für das Office of the Special Advisor on the Prevention of Genocide der UNO tätig. Zur Thematik hat er folgende Sammelbände veröffentlicht: Der Völkermord an den Armeniern und die Shoah (Zürich, 2002), Late Ottoman Genocides. The Dissolution of the Ottoman Empire and Young Turkish Population and Extermination Policies (London, 2009).

 

150408 Einladung Lecture 40 Schaller WWW

 

Ein Beitrag zu den Aktionstagen Politische Bildung

  

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Berichterstattung:

 

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Wiener Zeitung

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