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VWI invites/goes to...

 

Cycle of VWI Fellows’ Colloquia

 

The VWI fellows present their intermediary research results in the context of colloquia which are announced to a small audience and are open to a public audience with an academic and topical interest. The lectures are complemented by a response or commentary by an expert in the given field and are discussed with the other fellows.

 

Due to the previous lack of an appropriate space, the colloquia were held at other Viennese research and cultural institutions with a topical or regional connection to the given subject. From this circumstance was born the “VWI goes to …” format.

 

With the move to a new institute building at Rabensteig 3, the spatial circumstances have changed, so that the VWI is now happily able to invite other research and cultural institutions. Therefore, the VWI is now conducting its colloquia both externally and within its own building, in the framework of continued co-operation with other institutions.

 

The new cycle of fellows’ colloquia “VWI invites/goes to …” is not only able to reach a broader circle of interested persons, but moreover integrates the VWI further into the Viennese scholarly establishment, perhaps even crossing borders into the greater regional research landscape.

 

 

VWI invites/goes to...
Michal Schvarc: „Dass der Jude unser größter Feind ist, darüber sind wir uns alle klar“. Die Karpatendeutschen und ihr Anteil am Holocaust in der Slowakei
   

Wednesday, 13. June 2018, 15:00 - 17:00

Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI), 1010 Wien, Rabensteig 3, Research Lounge, 3. Stock

 

VWI invites the Institute of History, Slovak Academy of Sciences

SchvarcDer Vortrag zielt darauf ab, die Rolle der deutschen Minderheit im Holocaust in der Slowakei im Kontext der slowakischen und nationalsozialistischen antisemitischen Politik zu untersuchen. Hierfür sollen Zugänge der sozialhistorischen Analyse, der quantitativen sowie qualitativen Zeitungsanalyse und der politik- und organisationsgeschichtlichen Forschung zum Nationalsozialismus mit den Ansätzen der Mikrogeschichte und der NS-Täterforschung kombiniert werden. Das Vorhaben fragt nach Interdependenzen zwischen Rassenideologie, antisemitischer Propaganda und alltäglicher Praxis. Zunächst werden die antisemitische Propaganda der Deutschen Partei als der alleinigen Repräsentantin der Karpatendeutschen nach 1938, die Teilnahme ihrer Angehörigen an den antijüdischen Ausschreitungen sowie die Mitwirkung der Partei am Arisierungsprozess in der Slowakei in den Blick genommen. Diskutiert wird auch die Rolle der paramilitärischen Freiwilligen Schutzstaffel bei der Deportation der Juden 1942, die Reaktionen der deutschen Bevölkerung auf die Ereignisse und Massentötung sowie das Verhalten der Deutschen Partei und ihrer Teilorganisationen nach militärischer Besetzung des Landes durch NS-Deutschland Ende August 1944 in Bezug auf die Judenverfolgung. Ausblickend wird der Frage nachgegangen, ob und inwieweit die karpatendeutschen Täter in der Nachkriegszeit und später in den 1950ern und 1960ern – sei es in der Tschechoslowakei oder in der Bundesrepublik Deutschland – zur Rechenschaft gezogen wurden. Das geplante Projekt ist in dieser Form der erste Versuch, die Problematik zusammenfassend und synthetisierend darzustellen.

Kommentiert von Miloslav Szabó

Michal Schvarc ist derzeit Research Fellow im VWI und wissenschaftlicher Mitarbeiter im Historischen Institut der Slowakischen Akademie der Wissenschaften und im Slowakischen Nationalmuseum – Museum der Kultur der Karpatendeutschen. Themenschwerpunkte: deutsche Minderheit in der Slowakei 1918–1945; deutsch-slowakische Beziehungen 1938–1945, SS-Volkstumspolitik in Mittel- und Südosteuropa.

Miloslav Szabó war Research Fellow im VWI. Derzeit ist er Marie Curie Fellow am Historischen Institut der Slowakischen Akademie der Wissenschaften in Bratislava. Forschungsschwerpunkte: Geschichte des Antisemitismus, Faschismus und Katholizismus in Mitteleuropa um 1900 und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Bitte melden Sie sich unter This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. bis Dienstag, 12. Juni 12.00 Uhr, an und bringen Sie einen gültigen Lichtbildausweis mit!

Hier finden Sie die Einladung als PDF.

In Kooperation mit:
Institute of History Slovak Academy

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