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VWI goes to ... / VWI invites ...

 

Der Kolloquienzyklus der VWI-Fellows

 

Die VWI-Fellows präsentieren Zwischenresultate ihrer Forschungsvorhaben im Rahmen von Kolloquien, die – im kleinen Rahmen angekündigt – auch einer akademisch und inhaltlich interessierten Öffentlichkeit zugänglich sind. Die Vorträge werden durch eine im jeweiligen Thema ausgewiesene Fachperson in Form einer Respondenz oder eines Kommentars begleitet und von den anderen Fellows und dem Publikum diskutiert.

 

Das Veranstaltungsformat VWI goes to … war ursprünglich aus akutem Raummangel geboren worden, konnte doch das Institut an seinem früheren Standort, am Desider-Friedmann-Platz nicht einmal eine kleine Veranstaltung organisieren. Allein aus dem Kontakt zu anderen akademischen Einrichtungen in Wien, zum Teil auch in der weiteren Region, ergab sich in der Folge – auch dank der jeweils eingeladenen Kommentatorinnen und Kommentatoren – wiederum die einzigartige Möglichkeit, die Fellows und die Forschungen des VWI mit anderen Institutionen, methodischen Ansätzen, Forschungsfragen und Ideen zu vernetzen, das Institut in den regionalen Forschungsraum noch mehr zu integrieren. Aus diesem Grund wurde entschieden, das Format auch am neuen Standort beizubehalten. Gleichzeitig eröffnete sich aber am Rabensteig auch die Gelegenheit, zu diesen Kolloquien Institutionen auch an das VWI einzuladen. Aus diesem Grund trägt ab Herbst 2016 das VWI-Kolloquium entsprechend alternierend auch die Bezeichnung VWI invites... .

 

 

VWI invites/goes to...
Anna-Raphaela Schmitz: Rudolf Höß – Handlungspraxis, Beziehungsstrukturen und Privatleben eines KZ-Kommandanten
   

Donnerstag, 23. März 2017, 12:00 - 14:00

Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien Seminarraum 2, Spitalgasse 2-4, 1090 Wien

 

VWI goes to the University of Vienna

 

USHMM 2017Foto: Karl Hoecker, © USHMM 2017.Im nationalsozialistischen Konzentrationslagersystem war die Ausgestaltung politischer Macht eng mit Biographien der SS-Funktionselite, deren personellen Netzwerken und ihrer alltäglichen Handlungspraxis verknüpft. So war der Aktionsradius des Lagerkommandanten des größten Konzentrations- und Vernichtungslagers vor allem durch dessen institutionellen Nahbereich geprägt. Aufgrund seiner Handlungspraktiken gilt Rudolf Höß als Synonym für die präzise organisierte und fabrikmäßige Umsetzung des Massenmordes in Auschwitz-Birkenau. In dem Promotionsvorhaben von Anna-Raphaela Schmitz zu dem ehemaligen KZ-Kommandanten wird ein bis dato rein personalisierender Ansatz um eine Verbindung von Struktur- und Biographiegeschichte erweitert: Aus der Alltags- und Mikroperspektive von Rudolf Höß werden in der Dissertation die Planung und die Durchführung des Massenmordes untersucht. Mittels einer „praxeologischen“ Biographie des KZ-Kommandanten werden einerseits die von der NS-Führung vorgegebenen Rahmenbedingungen und anderseits die Handlungsmaximen und die sozialen Interaktionen der Täter innerhalb und außerhalb der Lagermauern analysiert.

Eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem KZ-Kommandanten aus unterschiedlichen Blickwinkeln diverser Personengruppen und die Einbettung in den gesellschaftlichen Kontext des nationalsozialistischen Regimes bilden den Ausgangspunkt für das Promotionsvorhaben.

Anna-Raphaela Schmitz ist Junior Fellow am Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien. An der LMU in München ist sie als Doktorandin eingeschrieben und arbeitet am Zentrum für Holocaust Studien am Institut für Zeitgeschichte. Sie erhielt ihren Master in Holocaust Communication and Tolerance am Touro College, Berlin. 

Bild: SS-Kameraden vor dem Erholungsheim „Solahütte“, in der Nähe des KZ Auschwitz-Birkenau. Von links nach rechts: Richard Baer, Dr. Josef Mengele und Rudolf Höß. 

Hier finden Sie die Einladung als PDF. 

In Kooperation mit:

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