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VWI goes to ... / VWI invites ...

 

Der Kolloquienzyklus der VWI-Fellows

 

Die VWI-Fellows präsentieren Zwischenresultate ihrer Forschungsvorhaben im Rahmen von Kolloquien, die – im kleinen Rahmen angekündigt – auch einer akademisch und inhaltlich interessierten Öffentlichkeit zugänglich sind. Die Vorträge werden durch eine im jeweiligen Thema ausgewiesene Fachperson in Form einer Respondenz oder eines Kommentars begleitet und von den anderen Fellows und dem Publikum diskutiert.

 

Das Veranstaltungsformat VWI goes to … war ursprünglich aus akutem Raummangel geboren worden, konnte doch das Institut an seinem früheren Standort, am Desider-Friedmann-Platz nicht einmal eine kleine Veranstaltung organisieren. Allein aus dem Kontakt zu anderen akademischen Einrichtungen in Wien, zum Teil auch in der weiteren Region, ergab sich in der Folge – auch dank der jeweils eingeladenen Kommentatorinnen und Kommentatoren – wiederum die einzigartige Möglichkeit, die Fellows und die Forschungen des VWI mit anderen Institutionen, methodischen Ansätzen, Forschungsfragen und Ideen zu vernetzen, das Institut in den regionalen Forschungsraum noch mehr zu integrieren. Aus diesem Grund wurde entschieden, das Format auch am neuen Standort beizubehalten. Gleichzeitig eröffnete sich aber am Rabensteig auch die Gelegenheit, zu diesen Kolloquien Institutionen auch an das VWI einzuladen. Aus diesem Grund trägt ab Herbst 2016 das VWI-Kolloquium entsprechend alternierend auch die Bezeichnung VWI invites... .

 

 

VWI invites/goes to...
Edith Raim: Die juristische Ahndung von NS-Verbrechen im anderen Deutschland
   

Mittwoch, 23. November 2016, 18:00 - 19:30

Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes, Sitzungssaal, Wipplingerstraße 6-8, 1010 Wien

 

VWI goes to DÖW

Der Vortrag gibt einen Überblick über die Ermittlungen und Prozesse gegen NS-Täter in der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR. Ähnlich wie in den Westzonen und der Bundesrepublik Deutschland begann die Ahndung der NS-Verbrechen vor den Gerichten schon im Jahr 1945. Schauprozess Goerlitz© Hauptstaatsarchiv Dresden Anders als in der Bundesrepublik verebbte allerdings die Tätigkeit der Gerichte in den 1950er-Jahren fast vollständig, spätere Verfahren waren stets ein Reflex auf die in Westdeutschland stattfindenden Prozesse mit dem Anspruch, die Verfolgung der NS-Verbrechen im anderen Deutschland besser und gründlicher zu betreiben. Neben einer quantitativen Auswertung erfolgt auch eine qualitative Analyse der etwa 15.000 Verfahren gegen mehr als 22.000 Beschuldigte und Angeklagte. 

Kommentiert von Miloš Vec

Edith Raim ist Senior Fellow des VWI. Sie studierte Geschichte und Germanistik in München und Princeton und arbeitete u.a. als DAAD-Lektorin in Großbritannien, am Haus der Geschichte in Bonn und am Münchner Institut für Zeitgeschichte. Edith Raim ist Lehrbeauftragte für Neuere und Neueste Geschichte in Augsburg und hat verschiedene Publikationen zur NS-Geschichte und zur Nachkriegszeit vorgelegt. Jüngste Publikation: Nazi Crimes Against Jews and German Post-War Justice. The West German Judicial System During Allied Occupation (1945–1949), Berlin 2014.

Miloš Vec ist Professor für Europäische Rechts- und Verfassungsgeschichte an der Universität Wien und seit 2016 Permanent Fellow am Institut für die Wissenschaften vom Menschen (IWM). Neueste Buchpublikation: The Transformation of Foreign Policy. Drawing and Managing Boundaries from Antiquity to the Present, hg. zus. mit Andreas Fahrmeir und Gunther Hellmann, Oxford 2016.

Einladung als PDF-Datei herunterladen.

In Kooperation mit:

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