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Aufgrund der aktuellen Covid-19-Maßnahmen bleiben Museum, Bibliothek und Archiv bis auf Weiteres geschlossen. Wir halten Sie über aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden.
CfP - Workshops
Precarious Archives, Precarious Voices: Expanding Jewish Narratives from the Margins
   

von Freitag, 19. März 2021 -  08:00
bis Freitag, 30. April 2021 - 23:59

 

“Like belongings washed upon the seashore, testimonial objects of survivors – albums, collages, sketches, difficult to decipher manuscripts – are being collected and, because of the precariousness inherent in their message and authenticity, they are passed from one to another.”
Mona Körte, Flaschenpost. Vom „Eigenleben“ jüdischer Erinnerungsarchive (275)

17-19 November 2021
Vienna Wiesenthal Institute for Holocaust Studies (VWI)

(Die deutsche Version finden Sie weiter unten)

Deadline for abstracts: 30 April 2021

Organised by:
Vienna Wiesenthal Institute for Holocaust Studies (VWI)
Leo Baeck Institute (NY/Berlin)

With the support and cooperation of the:

Rothschild Foundation Hanadiv Europe
Institute for East European History of the University of Vienna
Women’s and Gender History Research Group of the University of Vienna (Forschungsschwerpunkt Frauen- und Geschlechtergeschichte)

Recent years have seen ground-breaking archival survey projects taking place across Europe, in a range of public and private archives, revealing a wealth of documents related to Jewish history and the Shoah which remained hidden or inaccessible until now. Simultaneously, scholarly definitions of archives are expanding, and methodologies used for approaching archival material are complementing this expansion.

The archival turn in contemporary art, the opening of archives in Eastern Europe, the third generation’s ongoing quest to interpret fragments of familial papers, and the new digital availability of smaller archival collections suggest that our access to historical material and sources has been democratised. Expanding definitions of source material have animated researchers to implement new methodologies for reanalysing old narratives or examining narratives marginalised until now. What overlooked narratives are being found in newly accessible archives and how can they be framed and presented? How can new sources be approached and what issues or hurdles arise in working with “new” material? To what extent must the history of the archival material itself be incorporated into an analysis of the same? This conference seeks to make visible voices which have been unheard until now and discuss new methodological lenses demanded by this material. A particular emphasis will be made for papers exploring gender dimensions in their work and interdisciplinary approaches. We welcome contributions from a range of disciplines, including projects by artists working at the interface of art and academia.

The Call-for-Papers is seeking projects:

  • working with archival collections or documents made recently accessible (since circa 1990), either as a result of formal administrative decision or through the opening of borders
  • working with private, inherited, or found archival materials (outside of official repositories)
  • with an explicit gender or women’s history dimension
  • questioning or unsettling established narratives
  • focused on marginalised voices, these can include:
    - women and children
    - queer and LGBTIQ* experiences
    - smaller Jewish communities, i.e. micro-historical studies
    - minority Jewish groups within larger towns (i.e. Yiddish or Ladino speaking communities in otherwise linguistically assimilated settings)
    - survivor narratives in the immediate post-war period (i.e. narratives of re-migration, early testimonies)
    - narratives of the Jewish poor
    - narratives of those who remained in Vienna during World War II (forced labour, children in hiding etc.)
    - post-war Jewish experience
  • utilising various artistic mediums for interpreting archival material including but not limited to music, film, graphic art
  • working with fragmented material (including discussion of the challenges herein)

Geographically, the projects should relate in some way to present-day Austria, the territories of the former Habsburg Empire, or neighbouring and/or closely affiliated regions.

Applications in German or English including title and abstract of the topic no longer than 300 words as well as a brief CV and a list of publications (3 to 5 lines) are to be submitted by 30 April 2021 to Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

The conference is currently being organised as an in-person event, with online participation being possible should conditions not allow for travel.

Travel Costs:
Travel from within Europe and accommodation for two nights may be covered up to a certain amount, pending funding.

Schedule:
CfP deadline: 30 April 2021
Participants will be notified at the beginning of June 2021.

Concept and organisation: Julie DawsonMirjam Wilhelm, and Marianne Windsperger


 

Prekäre Archive, ungehörte Stimmen. Jüdische Narrative vom Rand neu denken

17.-19. November 2021
Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI)

Deadline für die Einreichungen: 30. April 2021

Eine gemeinsame Veranstaltung von:
Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI)

Leo Baeck Institute (NY/Berlin)

Mit der Unterstützung von:
Rothschild Foundation Hanadiv Europe
Institut für osteuropäische Geschichte der Universität Wien
Forschungsschwerpunkt Frauen- und Geschlechtergeschichte der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien

„Wie Strandgut werden Überlebenszeugnisse – Alben, Collagen, Skizzen, schwer entzifferbare Manuskripte – aufgelesen und ob der Lesbarkeit ihrer Botschaft und Glaubwürdigkeit unsicher von einem zum nächsten gereicht.“

Mona Körte, Flaschenpost. Vom „Eigenleben“ jüdischer Erinnerungsarchive (275)

In den letzten Jahren hat eine Reihe wegweisender und breitangelegter Forschungs- und Auswertungsprojekte in den Sammlungen von öffentlichen sowie privaten europäischen Archiven, deren reiche Bestände zur jüdischen Geschichte und zum Holocaust zutage gefördert. Viele davon waren bislang aus den verschiedensten Gründen unbekannt und/oder unzugänglich geblieben. Zugleich hat auch in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung ein Nachdenken über eine (Neu-)Bewertung und -definition von Archiven sowie über methodische Herangehensweisen an Archivmaterial an Bedeutung gewonnen.

Das verstärkte Interesse an Archiven in der Gegenwartskunst in Folge des archival turns, die Öffnung von Archiven in Osteuropa, die Auseinandersetzung mit den Fragmenten von Familiengeschichte(n) und deren Neuinterpretation durch die dritte Generation sowie die digitale Verfügbarkeit kleinerer Sammlungen legen nahe, dass unser Zugang zu historischen Materialien und Quellen demokratisiert wurde. Erweiterte Definitionen von Quellenmaterial haben zum Einsatz neuer Methoden für die Analyse “alter Narrative” und bislang marginalisierter Erzählungen geführt. Der Workshop möchte solche, bisher ungehörte Stimmen (wieder) sichtbar machen und neue Perspektiven und methodische Herausforderungen diskutieren, die mit diesen Entwicklungen einhergehen. Welche bisher wenig etablierten Narrative können Forscher:innen/Künstler:innen in den neu zugänglichen Archiven finden und wie können diese sichtbar gemacht werden? Wie können sich Forscher:innen/Künstler:innen diesen neuen Quellen annähern und welche Herausforderungen bringen diese neuen Materialien mit sich? Wie kann die Geschichte der materiellen Überlieferung und Provenienz der Quellen selbst als Reflexionsmoment in die Analyse miteinfließen? Besonders interessiert sind wir an Einreichungen, die Genderaspekte thematisieren, und/ oder die sich durch interdisziplinäre Zugänge auszeichnen. Ebenso willkommen sind Einreichungen an der Schnittstelle zwischen Kunst und Wissenschaft.

Der Call-for-Papers richtet sich an Forscher:innen/Künstler:innen, die zu folgenden Bereichen und Themenkomplexen arbeiten:

  • Studien zu Archivsammlungen, die erst kürzlich (wieder) zugänglich geworden sind (seit ca. 1990) sei es aus formal-administrativen Gründen oder durch das Öffnen von Grenzen
  • Projekte, die sich mit privaten, vererbten oder zufällig gefundenen Archivmaterialien außerhalb institutionalisierter Sammlungen beschäftigen
  • Projekte mit einem explizit gendertheoretischen oder frauengeschichtlichen Zugang
  • Projekte, die etablierte Narrative in Frage stellen oder destabilisieren
  • Projekte, die einen Fokus auf marginalisierte Stimmen legen, wie z.B:
    - Frauen und Kinder
    - Queere und LGBTIQ*-Perspektiven
    - Kleinere jüdische Gemeinden, z.B. mikrohistorische Studien
    - Jüdische Minderheiten in größeren Städten, z.B. jiddische oder Ladino-sprachige Gemeinschaften in einer sprachlich assimilierten Umgebung
    - Jüdische Überlebensnarrative in der unmittelbaren Nachkriegszeit, z.B. Remigrationsgeschichten, frühe Zeugnisse
    - Narrative jüdischer Armutserfahrung
    - Narrative jüdischer Überlebenserfahrung in Wien während des Zweiten Weltkriegs (z.B. Zwangsarbeit, versteckte Kinder)
    - Jüdische Lebenserfahrungen seit 1945
  • Projekte, die sich künstlerisch und/oder durch unterschiedliche Medien dem Archivmaterial annähern, z.B. Musik, Film, Bildende Kunst
  • Projekte, die sich mit räumlich verstreutem Material beschäftigen

Der geografische Fokus sollte auf Regionen mit Bezug zum gegenwärtigen Österreich, auf Gebieten der ehemaligen Habsburger Monarchie oder auf angrenzenden Regionen liegen.

Bewerbungen in deutscher oder englischer Sprache mit einem Exposé des Themas im Umfang von maximal 300 Wörtern sowie einem kurzen Lebenslauf und einer Publikationsliste (3 bis 5 Zeilen) sind bis zum 30. April 2021an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zu richten.

Der Workshop ist als Präsenzveranstaltung geplant mit der Option die Online-Teilnahme zu ermöglichen, sollte es nach wie vor Reisebeschränkungen geben.

Refundierung von Reisekosten:
Reisekosten innerhalb Europas sowie Übernachtungskosten für zwei Nächte können vorbehaltlich der Zusage von Förderungen zum Teil übernommen werden.

Zeitplan:
Deadline für die Einreichung der Abstracts: 30. April 2021
Teilnehmer:innen werden bis Anfang Juni 2021 verständigt.

Konzept und Organisation: Julie DawsonMirjam Wilhelm, and Marianne Windsperger

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Das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) wird gefördert von:

 

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