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Veranstaltungen

 

 

Mit seinen wissenschaftlichen Veranstaltungen versucht das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) die neuesten Ergebnisse im Bereich der Holocaust-, Genozid- und Rassismusforschung einem breiteren ebenso wie einem ausgewiesenen Fachpublikum regelmäßig näher zu bringen. Die unterschiedlichen Formate dieser über einen engen Wissenschaftsbegriff hinausweisenden Veranstaltungen, die von in einem kleinen Rahmen gehaltenen gehaltenen Vorträgen, den Simon Wiesenthal Lectures über für ein Fachpublikum interessante Workshops bis zu großen internationalen Tagungen, den Simon Wiesenthal Conferences reichen, spiegeln das breite Tätigkeitsfeld des Instituts wider.

 

Präsentationen von ausgewählten Neuerscheinungen zu den einschlägigen Themen des Instituts, Interventionen im öffentlichen Raum, die Filmreihe VWI Visuals und die Fachkolloquien der Fellows runden die Palette der Veranstaltungen des Instituts weiter ab.

 

 

 

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Michaela Raggam-Blesch: Deportationen aus jüdischen Kinderheimen nach Malyj Trostenez
   

Dienstag, 15. Oktober 2019, 18:30 - 20:30

Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI), 1010 Wien, Rabensteig 3, Research Lounge, 3. Stock

 

Im Zuge der großen Deportationen 1941/1942 wurden auch Kinder aus den nach und nach aufgelösten jüdischen Kinderheimen deportiert. Viele davon waren Halbwaisen, einige aufgrund gescheiterter Fluchtbemühungen von ihren Eltern getrennt. Josef Löwenherz, Amtsdirektor der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG), versuchte – wie seine Aktennotizen dokumentieren – den Abtransport der in den Heimen betreuten Kinder so lange wie möglich zu verhindern, was letztendlich aber nicht in seiner Macht lag. Auch in den Deportationstransporten nach Malyj Trostenez befanden sich immer wieder Kinder aus jüdischen Kinderheimen. Dabei ist der Transport vom 14. September 1942 hervorzuheben, in welchem 33 Knaben und 42 Mädchen aus jüdischen Kinderheimen deportiert und unmittelbar nach der Ankunft am 18. September 1942 ermordet wurden. Von den meisten dieser Kinder sind nur Name, Geburtsdatum und letzte Wohnadresse bekannt. In diesem Vortrag werden auch biographische Spuren einiger deportierter Kinder rekonstruiert.

Die Veranstaltung ist Teil des Rahmenprogramms der Ausstellung: Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung im Haus der Geschichte Österreich (HGdÖ).

Michaela Raggam-Blesch, Mitarbeiterin am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien, ist Elise Richter Stipendiatin mit einem Forschungsprojekt zum Alltag und den Verfolgungserfahrungen von Frauen und Männern ‚halbjüdischer' Herkunft während des NS-Regimes in Wien. Von 2001 bis 2003 Mitarbeiterin am Leo Baeck Institute in New York. Forschungsschwerpunkte: Jüdische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, Oral History, NS-Geschichte und Holocaust Studies.

Moderation: René Bienert (VWI)

Bitte melden Sie sich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bis Montag 14. Oktober 2019, 18.00 Uhr an und bringen Sie bitte einen gültigen Lichtbildausweis mit!

Eine gemeinsame Veranstaltung des VWI mit dem

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