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Mit seinen wissenschaftlichen Veranstaltungen versucht das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) die neuesten Ergebnisse im Bereich der Holocaust-, Genozid- und Rassismusforschung einem breiteren ebenso wie einem ausgewiesenen Fachpublikum regelmäßig näher zu bringen. Die unterschiedlichen Formate dieser über einen engen Wissenschaftsbegriff hinausweisenden Veranstaltungen, die von in einem kleinen Rahmen gehaltenen gehaltenen Vorträgen, den Simon Wiesenthal Lectures über für ein Fachpublikum interessante Workshops bis zu großen internationalen Tagungen, den Simon Wiesenthal Conferences reichen, spiegeln das breite Tätigkeitsfeld des Instituts wider.

 

Präsentationen von ausgewählten Neuerscheinungen zu den einschlägigen Themen des Instituts, Interventionen im öffentlichen Raum, die Filmreihe VWI Visuals und die Fachkolloquien der Fellows runden die Palette der Veranstaltungen des Instituts weiter ab.

 

 

 

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Mignon Langnas – Eine Hommage. Gespräch mit ZeitzeugInnen
   

Freitag, 9. November 2018, 14:00 - 16:00

Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI), 1010 Wien, Rabensteig 3, Research Lounge, 3. Stock

 

„Die erste Zeit bin ich fast tot vor Schmerz gewesen, wenn mich zwei Kinderarme umfingen und süss frugen: ,Bist Du vielleicht meine Mammi?‘ aber später erzog ich mich dazu, allen diesen kranken Kinderchen zu dienen und ihnen ,Mammi‘ zu sein und ich möchte nirgends sonst hier arbeiten“, notiert Mignon Langnas am 12. Februar 1943 in ihr Tagebuch. Zu diesem Zeitpunkt ist die aus Galizien stammende Mutter zweier Kinder bereits mehrere Jahre getrennt von Ehemann und Kindern, diese konnten noch 1939 in die USA flüchten. Als Krankenschwester des Ältestenrates konnte Mignon Langnas nicht nur ihr eigenes Überleben im nationalsozialistischen Wien sichern, sondern wurde zu einer wichtigen Bezugsperson und Hilfeleistenden inmitten von Mangel, Not und Zerstörung. In ihren Tagebuchaufzeichnungen, die 2010 von George Langnas und Elisabeth Fraller veröffentlicht wurden, schildert sie ihre Erlebnisse, Ängste und Sehnsüchte. „Sie verschrieb sich der Erinnerung. Sie leistete so Widerstand gegen ein Verbrechen, das ihr absprach, ein Mensch zu sein. Sie blieb Subjekt ihrer eigenen Geschichte“, so Doron Rabinovici über die Aufzeichnungen dieser mutigen Frau.

Kashti© George LangnasYitzhak Kashti wurde als Imre Ellenbogen in eine jüdische Familie bei Szeged (Ungarn) geboren. Zusammen mit seinem Bruder Erwin und seiner Mutter wurde Yitzhak 1944 nach Wien deportiert, wo seine Mutter Zwangsarbeit in Strasshof bei Wien leisten musste. Als Yitzhak erkrankte, konnte er durch die unermüdliche Sorge und Pflege Mignon Langnas’ im Jüdischen Kinderspital den Krieg in Wien überleben und 1947 nach Palästina emigrieren. Heute ist Yitzhak Kashti Professor emeritus für Bildungswissenschaften an der Tel Aviv University. Seine 2001 erschienene Autobiografie trägt den Titel Longing for Mignon.

Im Rahmen dieses ZeitzeugInnengesprächs treffen die Kinder Mignons, George Langnas und Manuela Stern, auf Yitzhak Kashti, den ehemaligen Patienten ihrer Mutter. Moderiert wird das Gespräch von Elisabeth Fraller (Universität Wien).

Bitte melden Sie sich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bis Donnerstag, 8. November 2018, 12.00 Uhr, an und bringen Sie einen gültigen Lichtbildausweis mit!

Das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) richtet rund um das Gedenken an die Pogromnacht 1938 verschiedene Veranstaltungen aus. Mehr Informationen entnehmen Sie bitte der Einladung:

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