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Mit seinen wissenschaftlichen Veranstaltungen versucht das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) die neuesten Ergebnisse im Bereich der Holocaust-, Genozid- und Rassismusforschung einem breiteren ebenso wie einem ausgewiesenen Fachpublikum regelmäßig näher zu bringen. Die unterschiedlichen Formate dieser über einen engen Wissenschaftsbegriff hinausweisenden Veranstaltungen, die von in einem kleinen Rahmen gehaltenen gehaltenen Vorträgen, den Simon Wiesenthal Lectures über für ein Fachpublikum interessante Workshops bis zu großen internationalen Tagungen, den Simon Wiesenthal Conferences reichen, spiegeln das breite Tätigkeitsfeld des Instituts wider.

 

Präsentationen von ausgewählten Neuerscheinungen zu den einschlägigen Themen des Instituts, Interventionen im öffentlichen Raum, die Filmreihe VWI Visuals und die Fachkolloquien der Fellows runden die Palette der Veranstaltungen des Instituts weiter ab.

 

 

 

CfP - Workshops
Deportations of the Jewish Population in Territories under Nazi Control. Comparative Perspectives on the Organisation of the Path to Annihilation
   

Vom Dienstag, 23. Oktober 2018 -  08:00
Bis Sonntag, 13. Januar 2019 - 23:59

 

Call for Papers: International Workshop, 11–13 June 2019 organised by the Vienna Wiesenthal Institute for Holocaust Studies (VWI) and Institute of Culture Studies and Theatre History of the Austrian Academy of Sciences

The past years have witnessed the rediscovery of collection camps and deportation stations as central sites of the Shoah; memorials and commemorative sites recall the deportation of the Jewish population to ghettos, extermination camps, and sites of mass murder. Studies exist on the execution of deportations from Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, Munich, Vienna, Prague, Bratislava, Budapest, Zagreb, Skopje, Salonika, Rome, Milan, as well as from transit camps and ghettos such as Drancy, Fossoli, Westerbork, Theresienstadt, and other places. However, other local and regional sites of deportation, particularly in Central and East-Central Europe, have hardly been examined to date.

A comprehensive, comparative, and analytical overview of deportations from the territories under Nazi control remains a desideratum. This workshop co-organised by the Vienna Wiesenthal Institute for Holocaust Studies (VWI) and the Austrian Academy of Sciences aims to systematically place existing research results in comparative perspective to one another and thereby to discern commonalities and differences in the organisation and execution of the deportations: How did the identification and internment of the Jewish population proceed? Which organisations were involved in this procedure and/or in the organisation of the transports? What shape did the relationship take between the central switch points of the “Final Solution” (especially the “Eichmann-Referat” in the RSHA) and local Nazi authorities as well as other agents with regard to authority and decision making? In what forms were Jewish organisations forced to collaborate? What role did the institutions in Berlin (1939), Prague (1939), and Amsterdam (1941) play, which were modelled on the “Zentralstelle für jüdische Auswanderung” founded by Adolf Eichmann in Vienna?

The following questions are of special interest for discussion in the workshop:

  • What commonalities and differences can be discerned in relation to the organisation and execution of deportations from different countries or localities (including within the Third Reich)? What import did local conditions have in a “microhistorical” sense?
  • What function did the “Eichmann-Referat” and the “Zentralstellen” have and what role did the SS, SD, Gestapo, and other organisations play?
  • What role was played by the “Eichmann men” in the organisation of the deportation? Can one speak of a “Viennese model” that was adopted in other cities?
  • In what forms were Jewish organisations (religious community organisations, Council of Elders, and the Reichsvereinigung) forced to collaborate in the deportations?
  • What parallels and differences can be discerned regarding the expulsion and deportation of “protected” groups (employees of the Reichsvereinigung and Council of Elders, Jews with foreign citizenship, and members of “mixed marriage” families) in different local contexts?
  • How have post-war societies dealt with or come to terms with the deportations and/or the sites of deportation?

The workshop languages are German and English. Accommodation costs for three nights will be covered by the VWI. The VWI is moreover applying for additional funding to cover travel expenses for participants, but this is not currently guaranteed.

Applications in German or English including an abstract of the topic no longer than 600 words as well as a brief CV and a list of publications are to be submitted by 13 January 2019 with the subject header “Workshop 2019” to: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

With the kind support of the Austrian Federal Railways, the workshop will take place at the headquarters of the company,at 1100 Vienna, Am Hauptbahnhof 2.


Deportationen der jüdischen Bevölkerung im nationalsozialistischen Herrschaftsbereich. Vergleichende Perspektiven auf die Organisation des Wegs in die Vernichtung

Call for Papers: Internationaler Workshop, 11. bis 13. Juni 2019 des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien (VWI) und des Instituts für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften

In den letzten Jahren sind Sammellager und Deportations-Bahnhöfe als zentrale Orte der Shoah wiederentdeckt worden; Denkmäler und Gedenkstätten erinnern an die Deportation der jüdischen Bevölkerung in Ghettos, Vernichtungslager und Mordstätten. Über die Durchführung der Deportationen etwa aus Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, München, Wien, Prag, Bratislava, Budapest, Zagreb, Skopje, Saloniki, Roma, Milano, aber auch aus Durchgangslagern und Ghettos wie Drancy, Fossoli, Westerbork, Theresienstadt und anderen Orten liegen bereits Forschungsarbeiten vor, andere lokale und regionale Deportationsorte, häufig auch in Zentral- und Ostmitteleuropa, sind hingegen noch kaum erfasst.

Eine umfassende vergleichend-analytische Gesamtdarstellung der Deportationen aus dem nationalsozialistischen Herrschaftsbereich ist allerdings nach wie vor ein Desiderat. Der gemeinsam vom Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften veranstaltete Workshop setzt sich zum Ziel, vorliegende Forschungsergebnisse in vergleichender Perspektive systematisch zueinander in Beziehung zu setzen und so Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Organisation und Durchführung der Deportationen herauszuarbeiteten: Wie erfolgte die Erfassung und Internierung der jüdischen Bevölkerung? Welche Organisationen waren dabei bzw. an der Zusammenstellung der Transporte beteiligt? Wie gestaltete sich das Verhältnis zwischen den zentralen Schaltstellen der „Endlösung“ (v.a. dem „Eichmann-Referat“ im RSHA) und lokalen NS-Stellen bzw. Akteuren in Bezug auf Macht- und Entscheidungskompetenzen? In welcher Form wurden jüdische Organisationen zur Mitwirkung gezwungen? Welche Rolle spielten dabei die nach dem Vorbild der von Adolf Eichmann gegründeten Wiener „Zentralstelle für jüdische Auswanderung“ eingerichteten Institutionen in Berlin (1939), Prag (1939) und Amsterdam (1941)?

Im Rahmen des Workshops sollen vor allem folgende Fragen diskutiert werden:

  • Welche Gemeinsamkeiten und Unterschieden lassen sich in Bezug auf die Organisation und Durchführung der Deportationen aus unterschiedlichen Ländern bzw. Orten (auch innerhalb des Deutschen Reiches) feststellen? Wie werden lokale Rahmenbedingungen im Sinne einer „Microhistory“ des Holocaust wirksam?
  • Welche Funktion hatten das „Eichmann-Referat“ und die „Zentralstellen“, welche Rolle spielten SS, SD, Gestapo und andere Organisationen?
  • Welche Rolle spielten die „Eichmann-Männer“ bei der Organisation der Deportationen? Kann von einem „Wiener Modell“ gesprochen werden, das in anderen Städten übernommen wurde?
  • In welcher Form wurden jüdische Organisationen (Kultusgemeinden, Ältestenrat, Reichsvereinigung) zur Mitwirkung an den Deportationen gezwungen?
  • Welche Parallelen und Unterschiede lassen sich bzgl. Rückstellung und Deportation von (oft nur vorläufig) „geschützten“ Gruppen (Mitarbeitern der Reichsvereinigung, IKG / Ältestenrat, Jüdinnen und Juden mit ausländischer Staatsbürgerschaft sowie Angehörigen von „Mischehefamilien“) in verschiedenen lokalen Kontexten erkennen?
  • Wie gehen die Nachkriegsgesellschaften mit den Deportationen bzw. den Orten der Deportation um?

Die Tagungssprachen sind Deutsch und Englisch. Die Aufenthaltskosten werden für drei Nächte vom VWI getragen. Das Institut ist zudem bemüht, für die Reisekosten eine gesonderte Förderung zu erhalten, kann aber eine Kostenübernahme nicht garantieren.

Bewerbungen in deutscher oder englischer Sprache mit einem Exposé des Themas im Umfang von maximal 600 Wörtern sowie einem kurzen Lebenslauf und einer Publikationsliste sind mit dem Betreff „Workshop 2019“ bis zum 13. Jänner 2019 an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zu richten.

Mit freundlicher Unterstützung der Österreichischen Bundesbahnen findet der Workshop in der Zentrale des Unternehmens, 1100 Wien, Am Hauptbahnhof 2, statt.

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