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Simon Wiesenthal Lectures

 

Die regelmäßig, alle sechs bis acht Wochen stattfindende Vortragsreihe, setzt sich zum Ziel, mithilfe renommierter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die aktuellsten Forschungsergebnisse zum Holocaust sowohl einem Fach- als auch einem breiteren Publikum zu präsentieren – und dabei das beeindruckende Spektrum dieser Disziplin, die zahlreichen Frage- und Problemstellungen von der empirisch-analytischen Historiografie bis zu kulturwissenschaftlichen Themen, jüngere Forscherinnen und Forscher ebenso wie bereits arrivierte, zu berücksichtigen.

 

Die Vortragsreihe der Simon Wiesenthal Lectures hat sich seit 2007, noch in der Aufbauphase des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien (VWI), damals in Zusammenarbeit mit dem Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes und dem Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien, als tragendes Element der Vermittlung neuerer wissenschaftlicher Ergebnisse im Bereich der Holocaustforschung bzw. der Holocaust- und Genozid-Studien zum Flaggschiff der Vermittlungstätigkeit des VWI entwickelt.

 

Über ein Jahrzehnt bot das Österreichischen Staatsarchiv im Dachfoyer des Haus-, Hof- und Staatsarchivs großzügigerweise den Simon Wiesenthal Lectures Obhut. Während den herausfordernden Jahren der Pandemie wurden die Lectures online abgehalten. Ab Herbst 2022, um weitere Publikumsgruppen zu erschließen, konnte mit dem Wien Museum eine neue Kooperationspartner gewonnen werden. Bis zur Wiedereröffnung des Hauptstandortes am Karlsplatz werden die SWL im MUSA, Felderstraße 6-8, neben dem Wiener Rathaus stattfinden.

 

 

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Simon Wiesenthal Lecture
Christian Gerlach: Die Tonspur der Verfolgung. Ergebnisse der Klanggeschichte
   

Donnerstag, 27. Juni 2019, 18:30 - 20:00

Dachfoyer des Haus-, Hof- und Staatsarchivs, 1010 Wien, Minoritenplatz 1

 

„Wie hörte sich das an?“: Was kann diese seltsame Frage zum Verständnis von Verfolgung und Verfolgtsein beitragen? Der Vortrag sucht Antworten auf diese Frage in Überlebendenberichten von Juden und anderen Opfern von Massengewalt in der Geschichte des 20. Jahrhunderts. Zu letzteren gehören hier Hiroshima und Nagasaki 1945, Indonesien 1965/66, Ostpakistan 1971 und Ruanda 1994. Bei alledem soll es nicht um bloße Beschreibung, um einen Katalog von Klängen gehen, die in Erzählungen Eingang gefunden haben. Es geht vielmehr darum, dass Geräusche Auskunft geben können über Machtverhältnisse, soziale Beziehungen und Verhältnisse, kollektives Handeln, Techniknutzung, Alltagsleben, Emotionen und vieles mehr. Der neue klanggeschichtliche Ansatz führt daher teilweise zu einem anderen ‚Bild’ der Verfolgung und lässt Gewalt in ihrer ganzen Brutalität hervortreten.

Christian Gerlach lehrt Zeitgeschichte an der Universität Bern. Seine Forschungsgebiete umfassen Nationalsozialismus und Zweiten Weltkrieg, Massengewalt in vergleichender Perspektive sowie die Geschichte von Landwirtschaft, Ernährung, Hunger und ländlicher ‚Entwicklung’. Zuletzt erschienene Bücher: Extrem gewalttätige Gesellschaften (2011), Der Mord an den europäischen Juden (2017).

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Das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) wird gefördert von:

 

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