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Simon Wiesenthal Lectures

 

Die regelmäßig, alle sechs bis acht Wochen stattfindende Vortragsreihe, setzt sich zum Ziel, mithilfe renommierter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die aktuellsten Forschungsergebnisse zum Holocaust sowohl einem Fach- als auch einem breiteren Publikum zu präsentieren – und dabei das beeindruckende Spektrum dieser Disziplin, die zahlreichen Frage- und Problemstellungen von der empirisch-analytischen Historiografie bis zu kulturwissenschaftlichen Themen, jüngere Forscherinnen und Forscher ebenso wie bereits arrivierte, zu berücksichtigen.

 

Die Vortragsreihe der Simon Wiesenthal Lectures hat sich seit 2007, noch in der Aufbauphase des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien (VWI), damals in Zusammenarbeit mit dem Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes und dem Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien, als tragendes Element der Vermittlung neuerer wissenschaftlicher Ergebnisse im Bereich der Holocaustforschung bzw. der Holocaust- und Genozid-Studien zum Flaggschiff der Vermittlungstätigkeit des VWI entwickelt.

 

Über ein Jahrzehnt bot das Österreichischen Staatsarchiv im Dachfoyer des Haus-, Hof- und Staatsarchivs großzügigerweise den Simon Wiesenthal Lectures Obhut. Während den herausfordernden Jahren der Pandemie wurden die Lectures online abgehalten. Ab Herbst 2022, um weitere Publikumsgruppen zu erschließen, konnte mit dem Wien Museum eine neue Kooperationspartner gewonnen werden. Bis zur Wiedereröffnung des Hauptstandortes am Karlsplatz werden die SWL im MUSA, Felderstraße 6-8, neben dem Wiener Rathaus stattfinden.

 

 

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Simon Wiesenthal Lecture
Dominique Trimbur: Demonstrative Sühne und Politik. Yad Vashem als Pilgerort deutschsprachiger Persönlichkeiten, 1950–2016
   

Donnerstag, 17. November 2016, 19:30 - 21:00

Dachfoyer des Haus-, Hof- und Staatsarchivs 1010 Wien, Minoritenplatz 1

 

***ACHTUNG: GEÄNDERTE UHRZEIT***

Anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus hielt Bundespräsident Joachim Gauck am 27. Jänner 2015 die Rede Ohne Auschwitz keine deu­tsche Identität. Davor hatten Umfragen gezeigt, dass das Lieblingsland der Israelis Deutschland war, während die Deutschen Israel als Bedrohung für den Frieden sahen und wünschten, es möge ein ‚Schlussstrich‘ unter ihre NS-Vergangenheit gezogen werden: eine deutliche Kluft zwischen den Positionen des höchsten deutschen Staatsmannes und den Ansichten der Bevölkerung. 

Anhand eines Close Readings deutscher und österreichischer Staatsbesuche in Israel wird sich der Vortrag dem offiziellen Holocaustgedenken widmen. Dafür werden nicht nur die konkreten Wortspenden anlässlich dieser Besuche analysiert, sondern auch die Eintragungen in das Goldene Buch von Yad Vashem interpretiert. Zuletzt bleibt die Frage, ob dieser Habitus einer demonstrativen Sühne heutzutage nicht jegliche Bedeutung verloren hat und zu einem hohlen Ritual verkommen ist. 

Dominique Trimbur, Programmleiter an der Fondation pour la Mémoire de la Shoah, Paris, freier Mitarbeiter am Centre de Recherche français à Jérusalem und Mitglied des In-ternationalen Wissenschaftlichen Beirats des VWI, erforscht u. a. die deutsch-israelischen Beziehungen. Publikationen: De la Shoah à la réconciliation? – La question des relations RFA­Israël (1949–1956), Paris 2000; Entre rayonnement et réciprocité – Contributions à l’histoire de la diplomatie culturelle, Paris 2002; Europa und Palästina 1799–1948: Religion – Politik – Gesellschaft (Hg., mit Barbara Haider-Wilson), Wien 2010. 

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