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Veranstaltungen

 

 

Mit seinen wissenschaftlichen Veranstaltungen versucht das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) die neuesten Ergebnisse im Bereich der Holocaust-, Genozid- und Rassismusforschung einem breiteren ebenso wie einem ausgewiesenen Fachpublikum regelmäßig näher zu bringen. Die unterschiedlichen Formate dieser über einen engen Wissenschaftsbegriff hinausweisenden Veranstaltungen, die von in einem kleinen Rahmen gehaltenen gehaltenen Vorträgen, den Simon Wiesenthal Lectures über für ein Fachpublikum interessante Workshops bis zu großen internationalen Tagungen, den Simon Wiesenthal Conferences reichen, spiegeln das breite Tätigkeitsfeld des Instituts wider.

 

Präsentationen von ausgewählten Neuerscheinungen zu den einschlägigen Themen des Instituts, Interventionen im öffentlichen Raum, die Filmreihe VWI Visuals und die Fachkolloquien der Fellows runden die Palette der Veranstaltungen des Instituts weiter ab.

 

 

 

rÆson_anzen
Irene Messinger & Éva Kovács: Jüdische Fürsorge im Schatten der Vernichtung
   

Donnerstag, 12. Mai 2022, 15:00 - 17:00

Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI), 1010 Wien, Rabensteig 3, Research Lounge

 

A VIE IKG II FIN DIV 7 3 0637

Die Fürsorgerin Franzi Löw kämpfte unerschrocken um das Überleben der Gemeindemitglieder, unterstützt von Personen aus der katholischen Kirche oder der evangelischen Schwedenmission. Nach fünf Jahren in der Fürsorge der IKG Wien übernahm Franzi Löw 1942 deren Leitung. Ab November 1942 war diese Aufgabe für die wenigen verbliebenen Juden und Jüdinnen dem „Ältestenrat der Juden in Wien“ unterstellt. Mit dem Eintreffen der ungarisch- jüdischen Zwangsarbeiter:innen und deren Familien im Sommer 1944 prägten nun auch wieder Jüdinnen und Juden das Stadtbild. Die NS-Behörden bzw. das SEK wurden vor die Aufgabe gestellt, eine – wenn auch nur rudimentäre – Krankenversorgung für diese Menschen zu sichern, die im Rahmen des bestehenden jüdischen Gesundheits- und Fürsorgewesens erfolgen sollte. Eine quantitative Auswertung der Krankenakten gibt Auskunft über die Behandlung in den Spitälern des Ältestenrats in Wien.

A VIE IKG II FIN DIV 7 3 0638Neben Franzi Löw kümmerte sich auch die Krankenschwester Mignon Langnas um die Gesundheit und die Versorgung dieser Zwangsarbeiter:innen. Durch ihre lebensgefährlichen Aufgaben stehen die beiden noch heute als Symbolfiguren für humanitäre Hilfe sowie für Widerstand und den Kampf gegen Diskriminierung.

Anhand zweier Vorträge aus laufenden Projekten sollen im Rahmen der Veranstaltungsreihe rÆson_anzen neue Forschungsergebnisse zu jüdischer Fürsorge während der NS-Zeit in Wien präsentiert werden.

Irene Messinger, FH Campus Wien, Soziale Arbeit: Interkonfessionelle Vernetzung der jüdischen Fürsorgerin Franzi Löw

Éva Kovács, Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI): „Sind wir noch normal?“ Ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter:innen in den Spitälern des Ältestenrats in Wien, 1944-1945

Abbildungen: Aufnahme- und Transportbestätigung einer ungarisch-jüdischen Zwangsarbeiterin im Jüdischen Spital Malzgasse, August 1944, Archiv der Israelitischen Kultusgemeinde Wien.

Für eine Teilnahme vor Ort bitten wir um Anmeldung bis 11. Mai, 12:00 Uhr unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Es gilt die 2G-Regel (vollständig geimpft oder genesen) sowie die FFP2-Maskenpflicht. Bitte bringen Sie einen Lichtbildausweis mit.

Mit der Teilnahme an dieser Veranstaltung stimmen Sie der Veröffentlichung von Fotos, Video- und Audioaufzeichnungen zu, die im Rahmen der Veranstaltung entstehen.

Hier finden Sie die Einladung als PDF.

 

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