Schließtage Archiv und Museum
Sehr geehrte Damen und Herren,
das Archiv und das Museum bleiben vom 22.12.2025 bis 7.1.2026 geschlossen.
Wir Danken für Ihr Verständnis!
ORF-Dokumentation beleuchtet Lebensgeschichten von „Besatzungskindern“ – Experte vom VWI beteiligt
Am Dienstag, den 21. Oktober 2025, wurde im ORF-Landesstudio Salzburg die Dokumentation „Er war weg und ich war da – die Kinder US-amerikanischer Besatzungssoldaten“ von ORF-Redakteurin Gabi Kerschbaumer präsentiert. Im Mittelpunkt stehen die Lebensgeschichten von vier Kindern US-amerikanischer Besatzungssoldaten und Salzburger Frauen sowie ihre Suche nach Identität und Herkunft.
Philipp Rohrbach, Public-History-Koordinator und wissenschaftlicher Mitarbeiter des VWI, ist einer der Expert:innen, die für die Dokumentation interviewt wurden.
Die Sendung wird am 26. Oktober 2025 um 17:30 Uhr auf ORF 2 ausgestrahlt.
Anton Pelinka (1941–2025)
Das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) trauert um den Politologen Anton Pelinka, der am 3. Oktober 2025 im Alter von 83 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben ist.
Als Gründungsmitglied und erster Vorstandsvorsitzender des VWI trug Anton Pelinka entscheidend dazu bei, dass das Archiv Simon Wiesenthals und sein Vermächtnis eine würdige wissenschaftliche Verankerung in Wien erhielten. In seinem programmatischen Vortrag vom Jänner 2006 formulierte er die Grundidee des Instituts, das sich der Erforschung, Dokumentation und Vermittlung von allen Fragen rund um Antisemitismus, Rassismus, Nationalismus und Holocaust, einschließlich dessen Vorgeschichte und Folgen, widmet und einen interdisziplinären und komparativen Ansatz verfolgt.
Pelinka war einer der bedeutendsten Politikwissenschaftler der österreichischen Nachkriegszeit. Zeit seines Lebens setzte er sich mit Österreichs NS-Vergangenheit, Antisemitismus und Rechtsextremismus auseinander. Seine wissenschaftliche Beschäftigung mit Demokratietheorien und sein gesellschaftspolitisches Engagement waren untrennbar miteinander verbunden.
Noch in der Aufbauphase 2009 verließ Pelinka das VWI nach einer Meinungsverschiedenheit, setzte sich aber weiterhin mit den Themen des Instituts auseinander. 2020 nahm er an der Intervention „Ich bin einer der 500 von 150.000“. Simon Wiesenthal im Interview teil. Sein Tod ist ein großer Verlust für die Holocaust- und Zeitgeschichtsforschung sowie für die Politikwissenschaft in Österreich und international.
Foto: Anton Pelinka bei der Pressekonferenz zur Gründung des VWI, 2006
Archiv geschlosen
Das Archiv bleibt von 27. bis 31. Oktbober geschlossen.
Wir danken für Ihr Verständnis!




