Bibliothek

Newsletter

PDF Abonieren

YouTube-Kanal

Anna Menyhért

Research Fellow (9/2020 - 5/2021)

 

Trauma im digitalen Zeitalter

 

Web MenyhertDas Projekt untersucht, wie digitale Plattformen die Übertragung, Repräsentation und Verarbeitung von Traumata verändern. Dabei wird das in Entstehung begriffene interdisziplinäre Feld der digitalen Traumastudien vorgestellt. Wie werden traumatische Inhalte an die NutzerInnen digitaler Medien vermittelt? Wie können soziale Medien und Online-Gruppen, die sich bei ihrer Selbstpräsentation und Diskussion auf aktuelle und historische Traumata (wie etwa den Holocaust) beziehen, Blogs von MigrantInnen und Tweet-Ketten wie etwa die #MeToo-Bewegung zu Foren der Verarbeitung von Trauma werden?

 

Arbeitsziel ist ein Buch, das anhand von Fallstudien die Besonderheiten digitaler Medien und deren jeweilige Eigenschaften auf die Form traumabezogener Kommunikation untersucht. Zu diesen Fallstudien gehören die Facebook-Gruppe The Holocaust and My Family, ungarische MigrantInnen-Blogs, die sich mit Migrationstraumata und ihren politischen Hintergründen auseinandersetzen, gegenwärtige Kontroversen um die kulturellen und politischen Implikationen des Vertrags von Trianon auf YouTube sowie die Resilienz traumatisierter Opfer am Beispiel der #MeToo Kampagne auf Twitter.

 

Anna Menyhért ist Professorin für Traumastudien an der Universität für Jüdische Studien in Budapest. Von 2016 bis 2018 war sie Marie Sklodowska-Curie-Research Fellow an der Universität Amsterdam, davor Leiterin der Trauma and Gender in Literature and Culture-Research Group an der Eötvös Loránd Universität in Budapest. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Traumastudien, soziale Medien, Memory Studies, Kritische Theorie und Frauenliteratur.

 

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Februar 2021
Mo Di Mi Do Fr Sa So
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28


Das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) wird gefördert von:

 

bmbwf 179

 

wienkultur 179

 

  BKA 179