| Ausstellung | |||
| Ruth Klüger – Ceija Stojka. Dichten ins Leben | |||
from Thursday, 9. October 2025 Galerie Mana, Stuckgasse 4, 1070 Wien
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Geöffnet Dienstag bis Sonntag von 12 Uhr – 18 Uhr, Eintritt frei. Ruth Klüger und Ceija Stojka wurden auf eine für sie beide unerwartete Weise öffentliche Stimmen ⎯ Stimme des Überlebens, literarische Stimme, feministische Stimme, Stimme der Rom*nja, jüdische Stimme, politische Stimme − Stimme des freien Menschen. Beide wurden als Kinder mit ihren Müttern in mehrere Konzentrationslager des NS-Regimes deportiert; Für beide wurden Worte ein lebenswichtiges Medium. Ruth Klüger begann bereits in Auschwitz zu dichten und sagte sich Gedichte auf, um die nicht endenden Stunden auf dem Appellplatz durchzustehen; Später wurde aus ihr eine international renommierte Professorin für deutsche Literatur in den USA. 1992 wurde sie mit ihrer Autobiografie weiter leben. Eine Jugend als Autorin bekannt, berühmt und vielfach ausgezeichnet. Mehr als vierzig Jahre nach Ende des Krieges veröffentlichte Ceija Stojka 1988 als erste Romni ihr Buch Wir leben im Verborgenen. Erinnerungen einer Romni zwischen den Welten und begann kurz darauf auch zu zeichnen und zu malen. Ihrem künstlerischen Werk werden inzwischen große internationale Ausstellungen gewidmet, so etwa 2023 im Austrian Cultural Forum in New York unter dem Titel What Should I be Afraid of? Roma Artist Ceija Stojka. 80 Jahre nach Kriegsende widmet sich ein partizipatives Ausstellungsformat in Wien den Gedichten der beiden so mutigen wie emanzipativen Frauen und zeigt dazu eine kleine Auswahl von Zeichnungen und Bildern von Ceija Stojka – im 7. Bezirk, dort, wo Ruth Klüger als Kind vor der Delogierung und Deportation zuhause war und wo Ceija Stojka lange Jahre nach dem Krieg wohnte. Die Gedichte sind in der Ausstellung zu sehen, lesen und zu hören; die Besucherinnen der Ausstellung können auch aktiv werden und selbst Gedichte von Ceija Stojka sprechen und aufnehmen und deren Erinnerung so in die Gegenwart holen. Darüber hinaus möchte die Ausstellung Räume öffnen, in denen Jugendliche, junge Erwachsene und interessierte Gruppen mit eigener Sprache, Texten und Gedichten experimentieren können. Führungen und Vermittlungsformate für Schulen und Gruppen auf Anfrage. Themenführungen durch die Ausstellung: Finissage: Das Projekt wird gefördert mit Mitteln der Stadt Wien, MA7 und vom Verein Neubau erinnert, Bezirksvorstehung Neubau. Partnerinstitutionen: Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust Studien - VWI, Ceija Stojka International Association, Edition Exil
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