Newsletter

PDF Subscribe

YouTube-Channel

VWI invites/goes to...

 

Cycle of VWI Fellows’ Colloquia

 

The VWI fellows present their intermediary research results in the context of colloquia which are announced to a small audience and are open to a public audience with an academic and topical interest. The lectures are complemented by a response or commentary by an expert in the given field and are discussed with the other fellows.

 

Due to the previous lack of an appropriate space, the colloquia were held at other Viennese research and cultural institutions with a topical or regional connection to the given subject. From this circumstance was born the “VWI goes to …” format.

 

With the move to a new institute building at Rabensteig 3, the spatial circumstances have changed, so that the VWI is now happily able to invite other research and cultural institutions. Therefore, the VWI is now conducting its colloquia both externally and within its own building, in the framework of continued co-operation with other institutions.

 

The new cycle of fellows’ colloquia “VWI invites/goes to …” is not only able to reach a broader circle of interested persons, but moreover integrates the VWI further into the Viennese scholarly establishment, perhaps even crossing borders into the greater regional research landscape.

 

 

VWI invites/goes to...
Katharina Friedla: Stigma der Zugehörigkeit. Breslauer Shoah-Überlebende in ihrer Heimatstadt nach 1945
   

Wednesday, 23. January 2013, 14:00 - 15:30

Polnische Akademie der Wissenschaften Wissenschaftliches Zentrum in Wien, Kopernikus Saal, Boerhaavegasse 25, 1030 Wien

 

VWI goes to PAN

»Ich musste der Wahrheit ins Auge sehen und anerkennen, dass Breslau nicht mehr mein Zuhause war. Die neuen Einwohner waren Fremde, deren Sprache ich nicht verstand. Wir, die Überlebenden, waren im nun polnischen Breslau zweifach benachteiligt: Für die polnischen Bürger der Stadt waren wir sowohl Deutsche als auch Juden...« Mit diesen Worten beschreibt der 17jährige Klaus Aufrichtig in seinen Aufzeichnungen die Rückkehr nach der Befreiung nach Breslau. Als er und viele andere Breslauer Juden dort im Sommer 1945 eintrafen, lag ihre Heimatstadt in Trümmern und versank im Chaos und Unsicherheit. Die Präsenz des sowjetischen Militärs war noch allerorts manifest, zugleich begann sich die polnische Verwaltung in dieser politischen und sozialen Landschaft der Stadt fest zu etablieren. Während die deutsche Bevölkerung immer noch die Mehrheit der Stadtbewohner bildete, trafen hier nach und nach polnische Umsiedler, darunter Shoah-Überlebende ein. Wie gestaltete sich dieses zeitweilige Zusammenleben von Deutschen, Polen, Juden und sowjetischen Soldaten? In welchem Verhältnis standen die deutschen und polnischen Juden zueinander? Wie verlief dieses Zusammentreffen von »Ost und West« in Anbetracht der gemeinsamen Erfahrung von Verfolgung? Im folgenden Vortrag wird der Versuch unternommen, diesem äußerst komplexen Spannungsverhältnis nachzugehen, um nicht zuletzt neue Aspekte der deutsch-polnisch-jüdischen Nachkriegsgeschichte zu eröffnen.

 

Kommentar: Philipp Ther

 
Katharina Friedla ist Junior Fellow am Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien.
Philipp Ther ist Professor am Institut für osteuropäische Geschichte der Universität Wien.

 

In Zusammenaerbeit mit:

 

PAN logo

 

 

 

Back

November 2019
M T W T F S S
28 29 30 31 1 2 3
4 5 6 7 8 9 10
11 12 13 14 15 16 17
18 19 20 21 22 23 24
25 26 27 28 29 30 1


The Vienna Wiesenthal Institute for Holocaust Studies (VWI) is funded by:

 

bmbwf en 179

 

wienkultur 179

 

 BKA Logo srgb