News – Veranstaltungen – Calls
| 24. März 2026 18:00 BuchpräsentationHelga Amesberger, Helga Embacher, Johannes-Dieter Steinert (Hg.): I haven’t even told my mother. Children as victims of sexual and sexualised violence in the Second World War and its aftermathDie deutschen Kriegsverbrechen, die Shoah und der Genozid an den europäischen Sinti:zze und Rom:nja sind seit langem Gegenstand intensiver historischer Forschung. Ebenso rückt mittlerweile sexualisierte Gewalt gegenüber Frauen vermehrt in den Fokus. Kaum erforscht ist hingegen das Aus...Weiterlesen... |
| 25. März 2026 18:30 Simon Wiesenthal LectureSofie Lene Bak: Blindness and Light – Antisemitism and the Memory of Rescue in DenmarkDenmark is often portrayed as a light in the darkness of the Holocaust, since 98 per cent of Danish Jews survived persecution, most of them in exile in neighbouring Sweden. Yet the memory of rescue in Denmark has been shaped by distortions and silences that continue to inform national...Weiterlesen... |
| 24. April 2026 17:00 InterventionLange Nacht der Forschung 20262026 öffnet das VWI in der Langen Nacht der Forschung seine Tore. Unter dem Motto „Täterschaft im Fokus“ bieten VWI-Fellows und das VWI-Team Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte sowie in die Bestände des Archivs. Zusammen mit dem Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des...Weiterlesen... |
Herbert Traube im Gespräch.
Eine Kooperationsveranstaltung mit der Theodor Kramer Gesellschaft
Am 15.7. findet um 19 Uhr die Buchpräsentation von Herbert Traubes Erinnerungen im Beisein des Autors statt. Herbert Traube, geboren am 15.Juli 1924 in Wien, berichtet in seinen Erinnerungen mit dem Titel Eine ungewöhnliche Odyssee von Wien nach Paris und Menton von seiner Flucht aus Österreich über Belgien nach Frankreich, über die unterschiedlichen Internierungslager, über die Zufälle des Entkommens, seine Jahre als Fremdenlegionär und schließlich seinen keineswegs einfachen Weg zurück ins Zivilleben. Heute – mit 97 Jahren – lebt er an der Côte d'Azur, engagiert sich in der Gemeindepolitik und ist als Zeitzeuge gern gesehener Gast an Schulen.
Eine Kooperation der Theodor Kramer Gesellschaft, der Österreichischen Gesellschaft für Exilforschung (öge)/Akademie des Exils, des Vereins zur Förderung und Erforschung der antifaschistischen Literatur und VWI.
Weitere Infos zur Veranstaltung und Anmeldung finden Sie hier:
https://theodorkramer.at/termine/eine-ungewoehnliche-odyssee-herbert-traube-in-wien/
Stellungnahme des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien (VWI) zur Aussendung der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) vom 13. Mai 2021
Der Vorstand des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien (VWI) begrüßt das langjährige, wichtige Engagement der IKG als eine der acht Trägerorganisationen des VWI, deren Vertreterin auch Mitglied des Vorstandes des VWI ist.
Eine international besetzte Kommission hat das, von der Republik Österreich und der Stadt Wien geförderte Institut, im Auftrag des Wissenschaftsministeriums erst kürzlich evaluiert und die Arbeit des VWI und seine inhaltliche Ausrichtung äußerst positiv bewertet. Innerhalb weniger Jahre hat sich das VWI zu einer weltweit höchst anerkannten Holocaust-Forschungseinrichtung entwickelt.
Die IKG ist als Trägerorganisation des VWI in alle Entscheidungsfindungsprozesse im Rahmen der Arbeit des Vorstandes einbezogen und wirkt bei allen Beschlüssen im Vorstand mit, so auch bei der Vorbereitung der internationalen Ausschreibung der Position der Direktorin/des Direktors des Instituts, die 2022 besetzt werden soll. Vorschläge der IKG-Vertreterin für die Textierung wurden im Vorstand ausführlich diskutiert.
Der Ausschreibungstext wurde mit dem Internationalen Wissenschaftlichen Beirat abgestimmt und von diesem in allen Punkten für gut befunden und begrüßt. Umso bedauerlicher ist es, dass es zu keiner Zustimmung der IKG-Vertreterin beim Beschluss der Ausschreibung im Vorstand gekommen ist. Die vorliegende Ausschreibung beruht jedoch auf satzungsgemäßen Beschlüssen der Organe des VWI.
Der Vorstand des VWI wird umgehend Gespräche mit der IKG aufnehmen, um allfällige Missverständnisse aufzuklären. Der Vorstand setzt alles daran, mit der so wichtigen Trägerorganisation IKG weiterhin einen kontinuierlichen Austausch über die Arbeit des VWI, im Andenken an und im Geiste von Simon Wiesenthal, zu pflegen.
Mag.a Terezija Stoisits
Vorstandsvorsitzende des VWI
Wien, 15. Mai 2021
New York: Emigrant/innen am Stammtisch seit 1943
Am 19.06.2021 wurde auf Ö1 im Rahmen der Reihe "Hörbilder" ein Beitrag über den seit dem Jahr 1943 in New York existierenden Stammtisch deutscher und österreichischer EmigrantInnen gesendet. Zu den im Beitrag porträtierten Personen gehören auch Trudy Jeremias und Arnold Schönberg, die nach dem 'Anschluß' von Wien nach New York geflohen sind.
Das für den Beitrag verwendete Interview mit Trudy Jeremias wurde 2008 von VWI-Mitarbeiter Philipp Rohrbach in New York geführt.
Es kann auch über die Webseite des Austrian Heritage Archive (AHA) angehört werden: https://austrianheritagearchive.at/de/interviews/person/577
Das Austrian Heritage Archive ist ein Projekt des Verein GEDENKDIENST und des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien (VWI) in Kooperation mit dem Leo Baeck Institute - New York, dem Leo Baeck Institute Jerusalem und dem Zentrum für Jüdische Kulturgeschichte der Universität Salzburg (ZJK).
Forschungsschwerpunkte und Publikationen von VWI-Mitarbeiterin Marianne Windsperger
In ihrem Beitrag Überlebende in der Literatur und das Ende der Zeitzeugen*innenschaft, erschienen in Alpendistel, Magazin für antifaschistische Gedenkkultur, Nr. 2/2021, S. 32-35, analysiert die wissenschaftliche Mitarbeiterin des VWI die mit dem Ende der Zeitzeug*innenschaft zusammenhängenden Aspekte der Transformationen der Erzählungen und der Vermittlung von Erlebnissen der Überlebenden, das Dokumentieren der Shoah ohne ZeitzeugenInnen. Sie untersucht u.a. die Betrachtungen des 1943 nach Auschwitz verschleppten Abraham Levite, der im Jänner 1945 das Vorwort einer von jüdischen Häftlingen erstellten Anthologie Auschwitz verfasst hat und des Schriftstellers Aharon Appelfeld, der seine Kindheit während des Zweiten Weltkrieges in autobiographischen Texten wie der Geschichte eines Lebens (1999) festgehalten hat. Die Verfasserin konnte auch auf ein mit ihm im Jahre 2007 geführte Interview zurückgreifen.
Das von Windsperger zusammen mit Olaf Terpitz herausgegebene Buch Places and Media of Encounter. Transfer, Mediality and Situativity of Jewish Literatures, Leiden 2020, wurde im wissenschaftlichen Online-Periodikum Medaon – Magazin für jüdisches Leben in Forschung und Bildung 15 (2021) 28, S. 1-5, in einer detaillierten Rezension von Hans-Joachim Hahn als eine äußerst gelungene Anthologie besprochen, in der die jüdischen Literaturen in Wechselwirkung mit anderen Literaturen an unterschiedlichen Orten jüdischer Diaspora untersucht werden.
Für das gemeinsam mit Konstantin Kaiser, Irene Nawrocka und Corina Prochazka herausgegebene Jahrbuch der Theodor Kramer Gesellschaft Zwischenwelt, 15 Lebenspuren. Autobiografik von Exil, Widerstand, Verfolgung und Lagererfahrung, Klagenfurt/Celovec 2020, verfasste Windsperger einen ausführlichen Beitrag über die 2020 verstorbene Literaturwissenschaftlerin und Schriftstellerin Ruth Klüger zum Thema: Gegenreden. Reflexionen über das Schreiben, Erinnern und fragile Zugehörigkeiten in öffentlichen Reden Ruth Klügers.
S:I.M.O.N. 01/2021 ist online
Wir freuen uns sehr, dass die erste Ausgabe des achten Jahrgangs unserer Open-Access-Zeitschrift S:I.M.O.N. diese Woche erschienen ist. SIMON 01/2021 ist unter besonderen Bedingungen in einem Pandemiejahr entstanden, unser Dank gilt allen Mitwirkenden, die das Erscheinen ermöglicht haben. Die AutorInnen dieses Hefts in der Rubrik Articles sind die VWI-Alumnae und -Alumni Andrew Clark Wisely, Anna Corsten, Katarzyna Person, Rasa Baločkaitė und György Majtényi. Als SWL Reader kann der von Paul Hanebrink im Rahmen einer Simon Wiesenthal Lecture im Jänner 2020 gehaltene Vortrag A Specter Haunting Europe. The Myth of Judeo-Bolshevism nachgelesen werden. In der Rubrik Events publizieren wir ein Gespräch zwischen dem Filmemacher und artist-in-residence der Blood Mountain Projects am VWI (2019) Dani Gal und der Kunsthistorikerin Sabeth Buchmann. Die Beiträge dieser Ausgabe reichen von Studien zum Frankfurter Auschwitz-Prozess (Wisely), zu DP communities (Person) und zu genderspezifischen Forschungsperspektiven in den Holocaust-Studien (Corsten) bis zu Betrachtungen verschiedener Erinnerungsgemeinschaften und -diskurse (Baločkaitė, Majtényi, Gal/Buchmann) die die Nachgeschichte des Holocaust prägen. Besonders danken wir der Claims Conference für die finanzielle Unterstützung dieser Publikation.
Publikation und Presseberichte zu Forschung von VWI-Mitarbeiter Philipp Rohrbach
Vor Kurzem ist die neueste Ausgabe Black GI Children in Post-World War II Europe der wissenschaftlichen Zeitschrift zeitgeschichte erschienen, die VWI-Mitarbeiter Philipp Rohrbach gemeinsam mit Ingrid Bauer von der Universität Salzburg herausgegeben hat. Mit Blick auf die USA, Großbritannien, Westdeutschland und Österreich untersuchen fünf AutorInnen aus den genannten Ländern den Umgang von Gesellschaft und Behörden mit schwarzen "Besatzungskindern" und deren Müttern, fragen nach Erfahrungen und dem Selbstverständnis der Betroffenen, diskutieren/analysieren Heimunterbringung und die von den Jugendämtern betriebene Strategie der Auslandsadoptionen, und wie die Kinder im rassensegregierten Amerika der 1940er- und 1950er Jahre aufgenommen wurden.
Am 25. Februar 2021, war in der Sendereihe „freshVibes“ auf Radio Orange ein von Evangelista Sie gestalteter Beitrag zu "Schwarzen ÖsterreicherInnen während der NS-Zeit und in der Besatzungszeit" zu hören, der u.a. auch auf Materialien basiert, die Philipp Rohrbach aus seiner Forschung zur Verfügung gestellt hat. (Sendung zum Nachhören)
In den Oberösterreichische Nachrichten erschien am 6. März 2021, ein Artikel, der auf der Forschung der beiden HerausgeberInnen beruht: Ein Kind kostet nur 60 Schilling Stempelgebühren.
Der Standard veröffentlichte am 30. Mai folgenden Arttikel dazu: Wie Österreich mit seinen ersten schwarzen Kindern nach 1945 umging.
Anlässlich der Präsentation dieser Publikation zeigte das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) in Kooperation mit dem Österreichischen Filmmuseum den Film Toxi (BRD, 1952). Dazu erschien am 25. August 2021 folgender Artikel in den Salzburger Nachrichten: Besatzungskinder auf der Suche nach Anerkennung.
VWI-Fellow Julie Dawson at the annual research Symposium oft the Fortunoff Video Archive
Julie Dawson, Fortunoff Research Fellow at the VWI, will give a talk at the Fortunoff Video Archive Annual Research Symposium, 2021 entitled The Legacy of Trauma: Examining the ‘Crisis of Life’ in Jewish Survivor Diaries of Early Post-War Romania.
The online symposium will take place on May 12, 2021, 2:30 PM - 4:30 PM Eastern Time. For more details and registration please visit the event's website.
Publication on the works of 2019 artist-in-residence Dani Gal
We want to draw your attention to the publication An Elaborate Gesture of Pastness (2021), the contributions in this book contextualise Dani Gal’s work within the fields of memory politics, remembrance culture, Holocaust studies, decolonialism as well as film and art history. Dani Gal was Blood Mountain’s 2019 artist-in-residence hosted in association with the VWI. In their contributions Sa’ed Atshan, Noit Banai, Sabeth Buchmann, Burcu Dogramaci, and Dani Gal explore and challenge seemingly stable binaries between perpetrators and victims, between the past and the present and between iconic moments of the past and forgotten narratives.
“Dani Gal’s films occupy a borderland where fiction and historical reconstruction mingle and where the past bears disturbing messages for the present. Focused on a series of events unfolding at the margins of our usual narratives of the Holocaust, Gal’s work challenges what we thought we know about the genocide and its legacies. In the gray zones Gal reconstructs, we find unexpected exchanges between victims and perpetrators and between the histories of Europe and Israel/Palestine. This book offers a rich and powerful introduction to Dani Gal’s uncanny and unsettling vision.” (Michael Rothberg)
Aus der Reihe Geh Denken!: Austrian Heritage Archive and Austrian Heritage Collection – Zeitzeug*innenschaft dokumentiert
Dienstag, 13. April 2021, 19:00 Uhr, online via Zoom
Zur Zeit des Nationalsozialismus und unmittelbar danach zählten die USA und Israel zu den Hauptzielländern österreichisch-jüdischer Emigrant*innen. Ihre Flucht- und Lebensgeschichten werden in der Austrian Heritage Collection am Leo Baeck Institute New York und Jerusalem gesammelt und archiviert. Einen wichtigen Beitrag leisten hier Gedenkdienstleistende des Vereins GEDENKDIENST, welche Interviews mit Zeitzeug*innen führen. Diese werden zusammen mit ergänzenden Materialien im Austrian Heritage Archive zur Verfügung gestellt und bieten Wissenschaftler*innen und einer interessierten Öffentlichkeit die Möglichkeit, sich mit diesen Lebensgeschichten auseinanderzusetzen. Neben der Bewahrung der Erinnerung ist vor allem die pädagogische Aufbereitung der Unterlagen ein Ziel. Im Rahmen der Veranstaltung wird das Austrian Heritage Archive vorgestellt und ehemalige Gedenkdienstleistende berichten über ihre Arbeit.
Austrian Heritage Archive ist ein Projekt des Vereins GEDENKDIENST und des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien (VWI) in Kooperation mit dem Leo Baeck Institut New York, dem Leo Baeck Institut Jerusalem und dem Zentrum für Jüdische Kulturgeschichte der Universität Salzburg (ZJK).
Anna Jungmayr war 2017/18 Gedenkdienstleistende am Leo Baeck Institut in New York.
Albert Lichtblau ist emeritierter Univ. Professor für Geschichte und war stellvertretender Leiter des Zentrum für Jüdische Kulturgeschichte (ZJK) sowie Vorstandsmitglied des VWI.
Philipp Rohrbach ist Historiker und wissenschaftlicher Mitarbeiter des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien (VWI).
#ItStartedWithWords
#ItStartedWithWords ist eine Aufklärungskampagne der Claims Conference, in der Holocaustüberlebende aus der ganzen Welt über die Momente vor dem Holocaust nachdenken an denen sie den Übergang von Worten ihrer Nachbar:innen, Lehrer:innen, Klassenkamerad:innen und Kolleg:innen zu Gewalt nicht vorhersehen konnten. Sie beschreiben wie sich hasserfüllte Sprache zu Handlungen mit unvorstellbarer Grausamkeit entwickeln kann.
Auch das VWI beteiligt sich an dieser Kampagne. Dazu MRin Mag.a Terezija Stoisits, Vorstandsvorsitzende des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien:
„Das Erinnern an den Beginn des Holocaust, insbesondere an den Beginn mit Worten des Hasses, der Geringschätzung und des Antisemitismus, ist eine unabdingbare Voraussetzung für das ERINNERN FÜR DIE ZUKUNFT. Reflexives Erinnern braucht den kritischen Umgang mit Geschichte, um Lehren für die Zukunft ziehen zu können. Nicht die Pogrome standen am Anfang. Es begann mit Hassworten, Hassreden und Hassschriften. Dagegen müssen wir uns JETZT und geschlossen stellen.“
Looking Backward, Moving Forward
Am 9. April 2021 veranstaltet das Institut für Kriegs-, Holocaust- und Genozidstudien (NIOD) in Amsterdam ein Symposium zum Thema Holocaust and Genocide Studies: Looking Backward, Moving Forward anlässlich des 20. Jahrestags der Gründung der Holocaust- und Genozidstudien am NIOD und der Universität von Amsterdam.
Amos Goldberg von der Hebrew University of Jerusalem wird im ersten Teil der Veranstaltung Is the Holocaust a universal history and a global memory? den Hauptvortrag halten, den Éva Kovács, wissenschaftliche Leiterin des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien (VWI), kommentieren wird. Im abschließenden Teil des Symposiums What is the future of genocide research? wird den Hauptvortrag Dirk Moses von der University of North Carolina, Chapel Hill, Mitglied des Internationalen Wissenschaftlichen Beirates des VWI, halten.
Interessenten können sich zu diesem per Zoom stattfindenden Symposium hier anmelden.







