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News – Veranstaltungen – Calls

11. Mai 2021 08:00 - 31. August 2021 23:59
Ausschreibung DirektionDas Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) sucht zum Eintrittstermin 01.06.2022 eine/n Direktor/in.
Das von der Republik Österreich und der Stadt Wien geförderte VWI ist dem Vermächtnis von Simon Wiesenthal gegenüber verpflichtet und bewahrt sein Archiv. Es widmet sich der Erforschung, Dokumentation und Vermittlung von allen Fragen, die Antisemitismus, Nationalsozialismus, Rassi...Weiterlesen...
08. August 2021 15:30
VWI Visual„Toxi", Robert A. Stemmle, BRD 1952, 89 MINUTEN (dt. OF)
Filmvorführung und Publikationspräsentation Ingrid Bauer (Salzburg/Wien), Azziza B. Malanda (Köln) und Philipp Rohrbach (Wien) präsentieren die Ausgabe 1/2021 der Zeitschrift zeitgeschichte zum Thema: „Black GI Children in Post-World War II Europe“. Ausgangspunkt ist die Tragikkomö...Weiterlesen...

Befreit, überlebt... Alles wieder gut? Displaced Persons zwischen Hilfe und Selbsthilfe

 

VWI-Archivar René Bienert wird am 2. September 2020 im Mannheimer MARCHIVUM einen Vortrag halten und dabei die Situation derjenigen beleuchten, die 1945 als Displaced Persons von den Alliierten aus Zwangsarbeit und Konzentrationslagern, von Todesmärschen oder aus Verstecken befreit worden waren. Zugleich erinnert er daran, dass für viele Verfolgte mit der Befreiung vor nunmehr 75 Jahren nicht einfach alles "wieder gut" war. Neben einer allgemeinen Einführung in das Thema soll zudem an konkreten Schicksalen gezeigt werden, vor welchen Herausforderungen sie - und mit ihnen die Alliierten - auch angesichts der Folgen der Verfolgung standen.

Neuerscheinung Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft

 

Nikolaus Hagen, Historiker und Lektor an der Universität Innsbruck sowie an der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg und Fortunoff-VWI Research Fellow, hat gemeinsam mit Tobias Neuburger, Politikwissenschaftler und Soziologe an der Leibniz Universität Hannover und Universität Innsbruck, die Publikation Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft. Theoretische Überlegungen, Empirische Fallbeispiele, Pädagogische Praxis herausgegeben, in der die Fragen und Problemstellungen des zeitgenössischen Antisemitismus aus unterschiedlichen Perspektiven analysiert werden. Das soeben im Verlag innsbruck university press erschienene Buch ist vollständig im open acess über die Verlagsseite abrufbar: https://www.uibk.ac.at/iup/buecher/9783991060154.html 

Sommerpause/Summer Break


Die Bibliothek bleibt von 4. bis 27. August 2020 geschlossen.
Danke für Ihr Verständnis.


The library will be closed from 4 to 27 August 2020.
Thank you for your understanding.

Gesamter Bericht der Historikerkommission online und durchsuchbar

 

Bis Ende 2004 wurden alle Forschungsergebnisse der Historikerkommission der Republik Österreich in 49 Bänden als Veröffentlichungen der Österreichischen Historikerkommission. Vermögensentzug während der NS-Zeit sowie Rückstellungen und Entschädigungen seit 1945 in Österreich im Oldenbourg Verlag publiziert. Diese sind nun online und mittels Volltextindexierung durchsuchbar.

In Holzschuhen am Graben. Ungarisch-jüdische Zwangsarbeit in Wien

 

Die akademische Programmleiterin des VWI, Éva Kovács, und VWI-Projektmitarbeiterin Kinga Frojimovics, werden am 28. Juli 2020 um 18 Uhr auf Einladung des Budapester Holocaust Erinnerungszentrums (HDKE) über die ungarisch-jüdische Zwangsarbeit in Wien 1944/1945 sprechen. Der Vortrag wird über Zoom und Facebook in ungarischer Sprache gehalten.

 

Registrierung unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Facebook: https://www.facebook.com/Holokauszt/

Jan Karski (1914–2000)

 

Vor zwanzig Jahren starb der polnische Offizier, Widerstandskämpfer und Kurier der Londoner polnischen Exilregierung Jan Karski. Mehrfach ins Warschauer Ghetto und in NS-Lager im besetzten Polen eingeschleust, wurde er zu einem Zeugen des Holocaust. Auf abenteuerlichen Wegen gelangte er über Paris, Madrid und Gibraltar schließlich im November 1942 nach London. Auf Grundlage seines Berichts verfasste die polnische Exilregierung die an die Regierungen der Vereinten Nationen gerichtete Note The Mass Extermination of Jews in German Occupied Poland.

 

Seine persönlichen Zusammentreffen mit US-Präsident Roosevelt Vertretern jüdischer Organisationen und christlicher Kirchen zeitigten aber keinerlei Konsequenzen, da sein Bericht als Übertreibung der polnischen Exilregierung eingestuft wurden.

 

Nach 1945 kehrte Karski nicht mehr nach Polen zurück, ließ sich in den USA nieder. Aus einem achtstündigen Interview produzierte Claude Lanzmann 1995 den ca. einstündigen Film Le Rapport Karski. Sein Interview für die USC-Shoah Foundation über seine Mission kann über YouTube eingesehen werden.

 

Der Verlag von VWI-Alumnus Leo Gürtler, bahoe books veröffentlichte 2019 eine Graphic Novel über das Leben Karskis.

 

Am 1. September 1983 wurde in der Zeitschrift Ausweg ein Aufruf zur Versöhnung von Polen und Juden, zur Regelung ihrer Beziehungen veröffentlicht: „Es ist Zeit, das Gespenst des gegenseitigen Antagonismus zu bannen. Er verletzt sowohl die Polen als auch die Juden und ist besonders schmerzhaft für die Juden, welche polnische Patrioten sind und zugleich ihrem jüdischen Erbe und ihrer Religion treu bleiben wollen.“ Unter den Unterzeichnern finden sich Jan Karski und Simon Wiesenthal.

Sommeröffnungszeiten Museum Simon Wiesenthal

 

Bitte beachten Sie die geänderten Öffnungszeiten für Die Zukunft des Erinnerns - Museum Simon Wiesenthal für die Sommermonate Juli und August.


Montag bis Freitag 10 bis 16 Uhr
(Feiertags geschlossen)

 

Changed opening hours for the Museum Simon Wiesenthal

 

Please consider the changed opening hours for The Future of Memory – Museum Simon Wiesenthal  for the months July and August.

 

Monday to Friday from 10:00 to 16:00
(closed on holidays)

Medizinhistoriker Gerhard Baader gestorben

 

Einer der treuesten Besucher und Mitdiskutanten vieler Veranstaltungen des VWI ist 91-jährig in Berlin verstorben.

 

Mehr als vierzig Jahre beschäftigte sich der Medizinhistoriker Gerhard Baader mit der Rolle der Medizin im Nationalsozialismus und trug sehr früh entscheidend zur Aufarbeitung dieser bei. 1928 in Wien als Sohn eines Katholiken und einer Jüdin geboren musste er als Mischling ersten Grades 1942 bis 1945 Zwangsarbeit leisten. 1952 schloss er sein Studium der allgemeinen Sprachwissenschaft, klassischen Philologie und Geschichte in Wien ab. 1954 übersiedelte er in die BRD, wo er zuletzt am Institut für Geschichte der Medizin an der Freien Universität Berlin lehrte – und die Aufarbeitung der Zwangseuthanasie und der Medizin im Nationalsozialismus zu seinem Hauptthema wurde.

 

Politisch engagiert blieb er allemal: als Aktivist in der 1968er-Bewegung bis hin zu seinem Engagement für syrische Flüchtlinge 2015.

 

Gerhard Baader starb am 14. Juni 2020.

Institut und Museum geschlossen / Institute and Museum closed

 

Am 12. Juni 2020 sind sowohl das Instituts als auch das Museum geschlossen.

The institute and the museum will be closed on June 12 2020.

Bestandsübersicht zum Simon Wiesenthal Archiv (SWA) jetzt online

 

Eine Übersicht der im Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) verwahrten Bestände des Simon Wiesenthal Archivs (SWA) kann nun auch im Internet eingesehen werden. Auf Basis von früheren Inventardaten sind während der letzten Monate die einzelnen Teilbestände des SWA in aufwändiger Detailarbeit gesichtet, abgeglichen und beschrieben worden. Das Ergebnis bildet nicht nur den Aufbau des SWA ab, sondern gibt zugleich Informationen zur Bestandsgeschichte sowie detaillierte Angaben zu Inhalt, Umfang, Laufzeit sowie Status der Unterlagen. Die Übersicht kann somit auch als erstes Findhilfsmittel genutzt werden, um sich bereits vor einem Besuch oder einer Anfrage an das Archiv zu informieren.

S:I.M.O.N. 01/2020 ist online

 

Wir haben die Zeit im Homeoffice genutzt, waren im ständigen Austausch mit den AutorInnen auf der ganzen Welt und freuen uns umso mehr, dass die erste erste Ausgabe des siebenten Jahrgangs der elektronischen Zeitschrift des VWI – S:I.M.O.N. – diese Woche online gegangen ist. Die AutorInnen dieses Heftes in den Rubriken Articles, Essays und Events sind die VWI-Alumni/ae Kate Brackney, Thomas Chopard, Daniel Cohen, Diana Dumitru, Nicola d’Elia, Beate Kutschke, Mark Lewis, Ion Popa und Anna Lujza Szász. Weitere BeiträgerInnen sind: Anne-Lise Bobeldijk (EHRI-Alumna), Máté Zombory, András Lénárt, Béla Rásky und Philipp Rohrbach. In der Rubrik SWL-Reader können Sie Dieter Pohls Keynote-Vortrag im Rahmen der EHRI-Konferenz Holocaust Studies and its Social Setting über die Zukunft der Holocaust-Studien nachlesen. #ClosedButActive

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