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Sommerpause/Summer Break


Die Bibliothek bleibt von 4. bis 27. August 2020 geschlossen.
Danke für Ihr Verständnis.


The library will be closed from 4 to 27 August 2020.
Thank you for your understanding.

Gesamter Bericht der Historikerkommission online und durchsuchbar

 

Bis Ende 2004 wurden alle Forschungsergebnisse der Historikerkommission der Republik Österreich in 49 Bänden als Veröffentlichungen der Österreichischen Historikerkommission. Vermögensentzug während der NS-Zeit sowie Rückstellungen und Entschädigungen seit 1945 in Österreich im Oldenbourg Verlag publiziert. Diese sind nun online und mittels Volltextindexierung durchsubar.

In Holzschuhen am Graben. Ungarisch-jüdische Zwangsarbeit in Wien

 

Die akademische Programmleiterin des VWI, Éva Kovács, und VWI-Projektmitarbeiterin Kinga Frojimovics, werden am 28. Juli 2020 um 18 Uhr auf Einladung des Budapester Holocaust Erinnerungszentrums (HDKE) über die ungarisch-jüdische Zwangsarbeit in Wien 1944/1945 sprechen. Der Vortrag wird über Zoom und Facebook in ungarischer Sprache gehalten.

 

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Facebook: https://www.facebook.com/Holokauszt/

Jan Karski (1914–2000)

 

Vor zwanzig Jahren starb der polnische Offizier, Widerstandskämpfer und Kurier der Londoner polnischen Exilregierung Jan Karski. Mehrfach ins Warschauer Ghetto und in NS-Lager im besetzten Polen eingeschleust, wurde er zu einem Zeugen des Holocaust. Auf abenteuerlichen Wegen gelangte er über Paris, Madrid und Gibraltar schließlich im November 1942 nach London. Auf Grundlage seines Berichts verfasste die polnische Exilregierung die an die Regierungen der Vereinten Nationen gerichtete Note The Mass Extermination of Jews in German Occupied Poland.

 

Seine persönlichen Zusammentreffen mit US-Präsident Roosevelt Vertretern jüdischer Organisationen und christlicher Kirchen zeitigten aber keinerlei Konsequenzen, da sein Bericht als Übertreibung der polnischen Exilregierung eingestuft wurden.

 

Nach 1945 kehrte Karski nicht mehr nach Polen zurück, ließ sich in den USA nieder. Aus einem achtstündigen Interview produzierte Claude Lanzmann 1995 den ca. einstündigen Film Le Rapport Karski. Sein Interview für die USC-Shoah Foundation über seine Mission kann über YouTube eingesehen werden.

 

Der Verlag von VWI-Alumnus Leo Gürtler, bahoe books veröffentlichte 2019 eine Graphic Novel über das Leben Karskis.

 

Am 1. September 1983 wurde in der Zeitschrift Ausweg ein Aufruf zur Versöhnung von Polen und Juden, zur Regelung ihrer Beziehungen veröffentlicht: „Es ist Zeit, das Gespenst des gegenseitigen Antagonismus zu bannen. Er verletzt sowohl die Polen als auch die Juden und ist besonders schmerzhaft für die Juden, welche polnische Patrioten sind und zugleich ihrem jüdischen Erbe und ihrer Religion treu bleiben wollen.“ Unter den Unterzeichnern finden sich Jan Karski und Simon Wiesenthal.

Sommeröffnungszeiten Museum Simon Wiesenthal

 

Bitte beachten Sie die geänderten Öffnungszeiten für Die Zukunft des Erinnerns - Museum Simon Wiesenthal für die Sommermonate Juli und August.


Montag bis Freitag 10 bis 16 Uhr
(Feiertags geschlossen)

 

Changed opening hours for the Museum Simon Wiesenthal

 

Please consider the changed opening hours for The Future of Memory – Museum Simon Wiesenthal  for the months July and August.

 

Monday to Friday from 10:00 to 16:00
(closed on holidays)

Medizinhistoriker Gerhard Baader gestorben

 

Einer der treuesten Besucher und Mitdiskutanten vieler Veranstaltungen des VWI ist 91-jährig in Berlin verstorben.

 

Mehr als vierzig Jahre beschäftigte sich der Medizinhistoriker Gerhard Baader mit der Rolle der Medizin im Nationalsozialismus und trug sehr früh entscheidend zur Aufarbeitung dieser bei. 1928 in Wien als Sohn eines Katholiken und einer Jüdin geboren musste er als Mischling ersten Grades 1942 bis 1945 Zwangsarbeit leisten. 1952 schloss er sein Studium der allgemeinen Sprachwissenschaft, klassischen Philologie und Geschichte in Wien ab. 1954 übersiedelte er in die BRD, wo er zuletzt am Institut für Geschichte der Medizin an der Freien Universität Berlin lehrte – und die Aufarbeitung der Zwangseuthanasie und der Medizin im Nationalsozialismus zu seinem Hauptthema wurde.

 

Politisch engagiert blieb er allemal: als Aktivist in der 1968er-Bewegung bis hin zu seinem Engagement für syrische Flüchtlinge 2015.

 

Gerhard Baader starb am 14. Juni 2020.

Institut und Museum geschlossen / Institute and Museum closed

 

Am 12. Juni 2020 sind sowohl das Instituts als auch das Museum geschlossen.

The institute and the museum will be closed on June 12 2020.

Overview of the Collections of the Simon Wiesenthal Archive (SWA) Now Online

 

An overview of the collections of the Simon Wiesenthal Archive (SWA) housed at the Vienna Wiesenthal Institute for Holocaust Studies (VWI) can now also be viewed on the internet. On the basis of earlier inventory data, the individual collections of the SWA have over the past months been examined, collated, and described. The result not only reflects the structure of the SWA but also offers information on the history of the collections as well as detailed information on the content, scope, time period, and status of the materials. The overview can therefore also be used as an initial finding aid for users to inform themselves before they visit the archive or submit a request.

 

Bestandsübersicht zum Simon Wiesenthal Archiv (SWA) jetzt online

 

Eine Übersicht der im Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) verwahrten Bestände des Simon Wiesenthal Archivs (SWA) kann nun auch im Internet eingesehen werden. Auf Basis von früheren Inventardaten sind während der letzten Monate die einzelnen Teilbestände des SWA in aufwändiger Detailarbeit gesichtet, abgeglichen und beschrieben worden. Das Ergebnis bildet nicht nur den Aufbau des SWA ab, sondern gibt zugleich Informationen zur Bestandsgeschichte sowie detaillierte Angaben zu Inhalt, Umfang, Laufzeit sowie Status der Unterlagen. Die Übersicht kann somit auch als erstes Findhilfsmittel genutzt werden, um sich bereits vor einem Besuch oder einer Anfrage an das Archiv zu informieren.

S:I.M.O.N. 01/2020 ist online

 

Wir haben die Zeit im Homeoffice genutzt, waren im ständigen Austausch mit den AutorInnen auf der ganzen Welt und freuen uns umso mehr, dass die erste erste Ausgabe des siebenten Jahrgangs der elektronischen Zeitschrift des VWI – S:I.M.O.N. – diese Woche online gegangen ist. Die AutorInnen dieses Heftes in den Rubriken Articles, Essays und Events sind die VWI-Alumni/ae Kate Brackney, Thomas Chopard, Daniel Cohen, Diana Dumitru, Nicola d’Elia, Beate Kutschke, Mark Lewis, Ion Popa und Anna Lujza Szász. Weitere BeiträgerInnen sind: Anne-Lise Bobeldijk (EHRI-Alumna), Máté Zombory, András Lénárt, Béla Rásky und Philipp Rohrbach. In der Rubrik SWL-Reader können Sie Dieter Pohls Keynote-Vortrag im Rahmen der EHRI-Konferenz Holocaust Studies and its Social Setting über die Zukunft der Holocaust-Studien nachlesen. #ClosedButActive

Trotz Schließung bleibt das VWI in Zeiten von Corona erreichbar – wenn auch nur virtuell

 

Das VWI bleibt angesichts der Maßnahmen zur Eindämmung des Covid 19-Virus bis mindestens 14. April 2020 geschlossen: Archiv, Bibliothek und Museum sind daher für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

 

Die MitarbeiterInnen des VWI arbeiten aber über Fernarbeit – soweit möglich weiter –, sind für Anfragen über die üblichen E-Mailadressen erreichbar und bemüht, Ihre Anfragen so rasch wie möglich zu beantworten, um Ihren Anliegen nachzukommen.

 

Gleichzeitig möchten wir Sie auch an unser breites Onlineangebot erinnern. Die Homepage bietet Ihnen – ebenso wie der Wikipedia-Eintrag zum VWI – einen ersten Überblick über alle unsere Aktivitäten in den vergangenen zehn Jahren seit Bestehen des Instituts, aber auch zur Geschichte des Instituts und dessen Standort.

 

Über die Website erhalten Sie auch Zugang zu den Internetauftritten von drei großen Projekten des VWI:

 

- Die Plattform ns-quellen.at widmet sich dem Thema Vermögensentzug zwischen 1938 und 1945 sowie den Themen Rückstellung und Entschädigung nach 1945.
- Austrian Heritage Archive ist ein Online-Archiv, das Audio- und Video-Interviews mit österreichisch-jüdischen EmigrantInnen versammelt, die in der Zeit des Nationalsozialismus und unmittelbar danach in die USA oder nach Palästina/Israel flüchteten. Die Interviews werden in aufbereiteter Form und in Verbindung mit lebensgeschichtlichen Dokumenten und Materialien zur Verfügung gestellt. Auf diese Weise bietet die Plattform sowohl WissenschaftlerInnen als auch historisch interessierten Personen die Möglichkeit, sich mit dem lebensgeschichtlichen Erbe dieser Menschen auseinanderzusetzen.
- Die topographische Website Ungarische Zwangsarbeit in Wien bietet Informationen zu einem lange vergessenen oder nur marginal beachteten Kapitel des Holocaust. Vom Sommer 1944 bis Kriegsende wurden mehr als 6.000 jüdische UngarInnen nach Groß-Wien verschleppt, wo sie in der Landwirtschaft, in Fabriken, aber auch in kommunalen Betrieben Zwangsarbeit verrichten mussten. Sie waren in Wohnlagern der Gemeinde Wien, aber auch in Arbeitsstätten bzw. Fabriken untergebracht, von wo sie sowohl zu Fuß als auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln an ihre Einsatzplätze gebracht wurden.

 

Dank des YouTube-Kanals des Wiener Wiesenthal Instituts (VWI) können viele der Vorträge – so die Simon Wiesenthal Lectures, Beiträge zu den Simon Wiesenthal Konferenzen oder den Workshops – kostenlos gestreamt werden, dies gilt auch für die musikalischen Werke von Komponisten, die Opfer oder Überlebende des Holocaust waren, und die bei den diversen Veranstaltungen des VWI aufgeführt wurden.

 

Die Kurzdarstellungen der Projekte der seit Herbst 2012 jeweils für ein akademisches Jahr am Institut forschenden Junior, Research und Senior Fellows können ebenso abgerufen werden, wie auch die Resultate ihrer Forschungsvorhaben, die im kostenlosen e-Journal S: I.M.ON: Shoah: Intervention. Methods. Documentation veröffentlicht wurden. Darüberhinaus publiziert S: I.M.ON. weitere Beiträge, Kontroversen, Essays zur Holocaust-, Rassismus, Antisemitismus- und Nationalismusforschung sowie zur Erinnerungspolitik.

 

Trotz der notwendigen Schließung des Museums Simon Wiesenthal – Die Zukunft des Erinnerns können Sie sich auf der Homepage des Instituts über Idee, Konzeption und Gestaltung der kleinen Ausstellung im Erdgeschoß des Hauses ein Bild machen. In der Broschüre zum Museum Simon Wiesenthal – Die Zukunft des Erinnerns finden Sie weitere Informationen zur Ausstellung über Wiesenthals Arbeiten und Leben.

 

Hinweisen wollen wir Sie auch noch auf den Blog des EU-Projekts European Holocaust Research Infrastructure EHRI, an dem auch das VWI beteiligt ist. Auf dieser Plattform werden mikrogeschichtliche Zugänge zu Holocaust-bezogenen Archivdokumenten sowie deren Präsentation und Interpretation mithilfe digitaler Tools publiziert.

 

Wir beabsichtigen, Sie via Facebook in den nächsten Wochen auf einige wichtige oder einzigartige Tätigkeiten des Instituts seit seiner Gründung aufmerksam zu machen. Halten Sie Ihre Augen und Ohren offen und liken Sie uns auf Facebook, wenn Sie das noch nicht gemacht haben.

The Simon Wiesenthal Conference is postponed to autumn 2020

 

It is with great regret that we decided that – in face of the Covid-19-epidemy – it is no longer practical or ethical to continue with the conference as planned. We are, therefore, - not cancelling - but postponing our conference due to the recent developments. We tried to delay this decision as long as possible, since we were looking forward to our conference and its surrounding debates in a wonderful Viennese baroque palace with anticipation and interest.

 

But in the meantime, an increasing number of universities and academic institutions around the world have either advised faculty, staff, and students to restrict travel or banned it altogether. Yesterday, Tuesday, 10 March 2020, the situation has escalated: Italy is under quarantine, universities in Austria stopped teaching, the same applies to some other European countries.

 

All we can do, is to promise that we will do our utmost to postpone the conference to early October, trying to get all our sponsors on board again.

 

We will keep you informed.

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