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Wiedereröffnung am 8. Februar

 

Ab 8. Februar 2021 können Archiv und Bibliothek nach Voranmeldung (telefonisch oder per E-Mail) wieder benutzt werden. Ein Besuch im Museum ist für maximal zwei Personen gleichzeitig wieder möglich. In allen Fällen gilt ein verpflichtendes Tragen einer FFP2-Maske und das Einhalten des Mindestabstands von zwei Metern.

Telefonisch ist das Institut Montag bis Freitag von 10-16 Uhr erreichbar: +43-1-890-15-14

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27. Februar 2021 08:00 - 15. März 2021 23:59
FellowshipsConny Kristel Fellowship Programme 2021
By facilitating international access to an unprecedented range of key archives and collections related to the Holocaust as well as archival and digital humanities expertise, the EHRI Conny Kristel Fellowships support and stimulate Holocaust research conducted by researchers, archivist...Weiterlesen...
27. Februar 2021 12:00 - 15. März 2021 23:59
ChancenDigital Heritage Management Specialist
(English version below) Das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) schreibt zum ehest möglichen Zeitpunkt eine Stelle als “Digital Heritage Management Specialist” aus   Arbeitsbeschreibung Das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) schreibt ei...Weiterlesen...

Katarzyna Person

Research Fellow (03/2020–07/2020)

 

Verbrechensahndung als gemeinschaftsbildender Prozess bei Juden und Polen nach 1945. Nationale und transnationale Aspekte

 

PERSONIm Vorhaben geht es um den grenzüberschreitenden Aspekt individueller Versuche, Verbrechen zu ahnden, die während des Zweiten Weltkriegs in Ostmitteleuropa begangen wurden. Im Fokus stehen ganz besonders die Reaktion jüdischer Bürger Vorkriegspolens unmittelbar nach 1945 bezüglich normenverletzender Verhaltensweisen von Individuen während des Krieges. Das Projekt wird die Mobilität der Menschen vor dem Fall des Eisernen Vorhangs untersuchen, wie sie mit ihren Erinnerungen umgingen, und wie sie in der Ferne begannen, neue Gemeinschaften aufzubauen. Die individuelle Entscheidungsfreiheit bei der Suche nach Vergeltung steht dabei im Vordergrund, wobei Geschlecht, Alter, sozialer Status und geografische Lage als Schlüsselaspekte dienen.

 

Katarzyna Person ist Assistenzprofessor am Jüdischen Historischen Institut in Warschau mit dem Schwerpunkt Osteuropäische Jüdische Geschichte. Sie hat über 20 von Experten begutachtete Artikel und drei Bücher über den Holocaust und seine Folgen im besetzten Polen veröffentlicht.

 

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Andrew Wisely

Research Fellow (02/2020–06/2020)

 

Zwischen Auschwitz und Frankfurt. Sein und Schein des SS-Arztes Franz Lucas (1911–1994)

 

WISELYDieses Projekt untersucht Dr. Franz Bernhard Lucas (1911–1994), einen SS-Lager- und Truppenarzt, der 16 Monate in Auschwitz-Birkenau, Mauthausen, Stutthof, Ravensbrück und Sachsenhausen tätig war. Im Frankfurter Auschwitz-Prozess (1963–1965) leugnete er zuerst, 1944 Selektionen an der Rampe von Auschwitz-Birkenau vorgenommen zu haben, gab aber schließlich zu, dies unter Druck doch getan zu haben. Seine vermeintliche Furcht und die komplexen Zeugenaussagen von Überlebenden aus Ravensbrück milderten das Strafmaß und sicherten 1970 seinen Freispruch. Dieser Prozess steht im Zentrum des Buchvorhabens, dominiert es aber nicht. Für ein umfassenderes Porträt von Lucas sind nämlich Universitätsunterlagen, Verhöre, andere Gerichtsakten, Zeugnisse, Briefe, Offiziersakten und Lagerunterlagen erforderlich. Diese helfen uns, seine Entwicklung in der ‚Volksgemeinschaft‘ und sein eugenisches Handeln gegenüber dessen rassistisch definierten Außenseitern einzuordnen. Das Vorhaben sieht Lucas als Januskopf – vorwärts und rückwärts blickend, widerstrebend und opportunistisch zugleich. Beispiele für Täuschungen stehen Berichten über Lucas’ Außergewöhnlichkeit gegenüber. Weiters wird in dem Projekt die Kultur der Amnestie und Viktimisierung in den 1950er -und 1960er-Jahren, die die Übernahme von Verantwortung und Reue gegenüber den wahren Opfern verzögerte, in den Blick genommen.

 

Andrew Wisely ist außerordentlicher Professor für Deutsch an der Baylor University, wo er alle Deutschniveaus unterrichtet und ein Auslandsstudium in Dresden mitleitet. Er ist Autor von Arthur Schnitzler und Twentieth-Century Criticism (2004). Er hat Artikel über Sterilisation, Trauma und Beichte veröffentlicht. Forschungs- und Lehrinteressen umfassen österreichische Literatur, medizinische Literaturdiskurse und -ethik, Zeugnisse, Nachkriegsjustiz, Täterrhetorik und Trauma.

 

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Devrim Sezer

Research Fellow (02/2019–07/2019)

 

Im Schatten vergangenen Unrechtes. Schuld, Verantwortung und die Politiken der Erinnerung

 

SEZERWie die Themen Völkermord und kollektive Verantwortung in den Werken von Karl Jaspers, Hannah Arendt und Raphael Lemkin aus türkischer Sicht be- und verhandelt werden, steht im Vordergrund dieses Forschungsvorhabens. Zentrale Prämisse dabei ist, dass die Türkei sich nie mit dem von den Jungtürken verübten Völkermord an den Armeniern auseinandergesetzt hat und dass – um dieses Versagen besser zu verstehen – eine Analyse der Überlegungen der genannten Denkerin und der Denker zum Holocaust hilfreich sein kann.

 

Das Vorhaben stützt sich dabei auf zwei tragende Säulen: Zuerst wird untersucht, welche Konsequenzen aus den Überlegungen Arendts zur Singularität, zum beispiellosen Charakter des Holocaust für den armenischen Genozid gezogen werden können. In einem weiteren Schritt werden ihre Ansichten zum Genozid allgemein im Lichte der Lemkinschen originären Konzeption bewertet. Danach konzentriert sich die Untersuchung auf Jaspers‘ und Arendts Analyse von Schuld bzw. Verantwortung unter besonderer Berücksichtigung von vier Gruppen: Tätern, Mitläufern, Nachfolgegenerationen und Opfern bzw. deren Nachkommen.

 

Eine solche vergleichende Analyse könnte helfen, ein tragfähigeres und auch belastbareres Konzept der kollektiven Verantwortung zu entwickeln, mit dem besonderen Schwerpunkt auf Anerkennung vergangener Ungerechtigkeiten. Darüber hinaus könnten die aus dieser Diskussion gewonnenen Erkenntnisse eine weitere wissenschaftliche, aber auch öffentliche Diskussion über die Erinnerung an den Völkermord an den Armeniern anregen.

 

Devrim Sezer ist Associate Professor für politisches Denken an der Universität für Wirtschaft in Izmir. Er hält einen Master in politischer Theorie der London School of Economics und ein Doktorat in Politikwissenschaft der kanadischen Carleton University. Seine Forschungsinteressen umfassen die Geschichte der politischen Philosophie, Theorien der Demokratie/des Republikanismus, der Literatur und des politischen Denkens, der Moderne und ihrer Kritiker sowie zeitgenössische Debatten über öffentliches Gedächtnis und kollektive Verantwortung. Er zeichnet für zahlreiche Artikel und Buchkapitel zur Geschichte des politischen Denkens und der europäischen Ideengeschichte.

Thomas Chopard

Research Fellow (02/2019–07/2019)

 

Kreuz und quer durch Mittel- und Osteuropa. Migrationen von Jüdinnen und Juden nach dem Holocaust in transnationaler Perspektive

 

CHOPARDDas Projekt wird eine umfassende Untersuchung der jüdischen Massenmigrationen nach dem Holocaust bieten, die Gründe dafür sowie die einzelnen Migrationsrouten und die rechtliche Behandlung von Emigrantinnen und Emigranten analysieren. Es wird die Wege der Migranten aus ihren jeweiligen Heimatländern bis zu ihrer Abreise aus Europa nachzeichnen. Dabei werden transnationale Ansätze mit der Methode der Mikrohistorie kombiniert, um das globale Phänomen der Migration besser fassen zu können. Durch die genaue Untersuchung des ständigen Wandels legaler und humanitärer Kategorien, aber auch von deren konkreten Implementierung, fokussiert das Projekt auf die Umsetzung einer Politik der ‚Gastfreundschaft‘ für jüdische Migrantinnen und Migranten nach dem Holocaust mithilfe der Kategorie der „Jewish Displaced Persons“.

 

Thomas Chopard promovierte an der L´École des Hautes Études en Sciences Sociales (EHESS) in Frankreich und war bis vor kurzem Postdoc am Institute of Historical Research der Universität London. Nach seinem Forschungsschwerpunkt antijüdische Gewalt in Mittel- und Osteuropa 1921–1924, beschäftigt er sich zurzeit mit jüdischen Migrationen nach dem Holocaust.

Vojin Majstorović

Research Fellow (10/2017–07/2018)

 

Die Rote Armee und der Holocaust 1939–1948

 

MAJSTOROVICWie ging die Sowjetarmee mit den Überlebenden und Tätern der Shoah im und nach dem Zweiten Weltkrieg in der Sowjetunion, am Balkan und in Ostmitteleuropa um? Die Studie beleuchtet die strategischen Vorgangsweisen der Roten Armee gegenüber Tätern, Überlebenden sowie deren Eigentum, die offizielle Linie des Militärs bezüglich des Holocaust, die Benutzung der NS-Verbrechen gegen Juden in der sowjetischen Kriegspropaganda, die Einstellung der Truppen zum Genozid sowie die Interaktion zwischen jüdischen Überlebenden und Sowjetsoldaten. Schließlich möchte das Projekt ausleuchten, wie die Rote Armee den Holocaust an der Ostfront beendete und was der sowjetische Sieg für Überlebende, Täter und Befreier bedeutete.

 

Vojin Majstorović promovierte 2017 an der Universität Toronto. Er war Fellow am United States Holocaust Memorial Museum in Washington, DC, sowie am Zentrum für Holocaust-Studien am Institut für Zeitgeschichte der Universität München. Sein Forschungsschwerpunkt ist das politische Engagement der Sowjetunion am Balkan und in Mitteleuropa in den 1940er-Jahren. Seine jüngste Veröffentlichung: The Red Army in Yugoslavia, 1944–1945, in: Slavic Review 75 (2016) 2, 396-421.

Research Fellowships 2017/2018 des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien (VWI)

 

Das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) gibt die Ausschreibung seiner Research Fellowships für das Studienjahr 2017/2018 bekannt.

 

Das VWI ist eine noch zu Lebzeiten von Simon Wiesenthal initiierte und konzipierte, vom österreichischen Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft sowie von der Stadt Wien geförderte wissenschaftliche Einrichtung zur Erforschung und Dokumentation von Antisemitismus, Rassismus und Holocaust. Schwerpunkt der Forschungsarbeit ist der Holocaust in seinem europäischen Zusammenhang, einschließlich seiner Vor- und seiner Nachgeschichte.

 

Als Research Fellows können sich promovierte Forscherinnen und Forscher bewerben, die bereits wissenschaftliche Publikationen vorgelegt haben. Sie erhalten am Institut die Möglichkeit, einem selbst gewählten Forschungsvorhaben im Bereich der Holocaust-Forschung nachzugehen. Ziel des Aufenthaltes am VWI ist über die Forschungstätigkeit hinausgehend die Kommunikation und wissenschaftliche Interaktion mit den anderen Fellows am Institut. Es wird erwartet, dass Research Fellows die wissenschaftliche Arbeit des Instituts fördern und die Junior Fellows bei ihren Forschungsvorhaben beratend unterstützen. Die Research Fellows sind verpflichtet, regelmäßig am VWI anwesend zu sein.

 

Eingereichte Projekte der Research Fellows behandeln die Forschungsthematik des VWI; Fragestellung, Verfahren und Methoden stehen frei. Die Bestände des institutseigenen Archivs stehen ihnen zur Verfügung. Ihre Einbeziehung in die Forschungsarbeit ist erwünscht. Ergebnisse werden im Kreis der Fellows diskutiert und in regelmäßigen Abständen einem größeren Publikum präsentiert. Am Ende des Aufenthalts ist ein Artikrl vorzulegen, der begutachtet und im E-Journal des VWI, S:I.M.O.N. – Shoah: Intervention. Methods. Documentation. veröffentlicht wird.

 

Die Dauer der Research Fellowships beträgt mindestens sechs, maximal elf Monate. Die Fellows erhalten am VWI einen Arbeitsplatz mit EDV- und Internet-Zugang. Die Höhe des Stipendiums beträgt € 2.200.- monatlich. Zusätzlich trägt das VWI die Unterkunftskosten (bis € 800.-) während des Aufenthalts sowie die Kosten der An- und Abreise (Economy bzw. Bahnfahrt 2. Klasse). Für Recherchen außerhalb Wiens oder eventuell anfallende Kopierkosten außer Haus steht ein einmaliges Budget in der Höhe von weiteren € 500.- zur Verfügung.

 

Die Auswahl der Research Fellows erfolgt durch den Internationalen Wissenschaftlichen Beirat des VWI.

 

Eine Bewerbung ist mit folgenden Unterlagen in Deutsch oder Englisch möglich:

 

  • einem ausgefüllten Antragsformular,
  • einer ausführlichen Beschreibung des Forschungsvorhabens, die die Ziele des Projekts enthält, den Forschungsstand und methodische Überlegungen (maximal 12.000 Anschläge)
  • einer Publikationsliste und einem Lebenslauf mit Foto, falls die entsprechenden Felder nicht schon im Antragsformular ausgefüllt worden sind (fakultativ).

 

Die Anträge sind bis 29. Jänner 2017 in elektronischer Form (in einem PDF-Dokument zusammengefasst) mit dem Betreff "VWI-Research Fellowships 2017/2018" an

 

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

 

zu richten. Sollten Sie keine Bestätigung über den Erhalt Ihres Antrages erhalten, ersuchen wir Sie, uns zu kontaktieren.

 

Die zukünftigen Research Fellows werden angehalten, zu versuchen, einen Teil ihrer Fellowships über ein Stipendium der Stipendienstiftung der Republik Österreich zu finanzieren, und nach der Benachrichtigung über die Zuerkennung des Fellowships einen diesbezüglichen Antrag zu stellen.

Research Fellowships 2018/2019 des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien (VWI)

 

Das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) gibt die Ausschreibung seiner Research Fellowships für das Studienjahr 2018/2019 bekannt.

 

Das VWI ist eine noch zu Lebzeiten von Simon Wiesenthal initiierte und konzipierte, vom österreichischen Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft sowie von der Stadt Wien geförderte wissenschaftliche Einrichtung zur Erforschung und Dokumentation von Antisemitismus, Rassismus, Nationalismus und Holocaust. Schwerpunkt der Forschungsarbeit ist der Holocaust in seinem europäischen Zusammenhang, einschließlich seiner Vor- und seiner Nachgeschichte.

 

Als Research Fellows können sich promovierte Forscherinnen und Forscher bewerben, die bereits wissenschaftliche Publikationen vorgelegt haben. Sie erhalten am Institut die Möglichkeit, einem selbst gewählten Forschungsvorhaben im Bereich der Holocaust-Forschung nachzugehen. Ziel des Aufenthaltes am VWI ist über die Forschungstätigkeit hinausgehend die Kommunikation und wissenschaftliche Interaktion mit den anderen Fellows am Institut. Es wird erwartet, dass Research Fellows die wissenschaftliche Arbeit des Instituts fördern und die Junior Fellows bei ihren Forschungsvorhaben beratend unterstützen. Die Research Fellows sind verpflichtet, regelmäßig am VWI anwesend zu sein.

 

Eingereichte Projekte der Research Fellows behandeln die Forschungsthematik des VWI; Fragestellung, Verfahren und Methoden stehen frei. Die Bestände des institutseigenen Archivs stehen ihnen zur Verfügung. Ihre Einbeziehung in die Forschungsarbeit ist erwünscht. Ergebnisse werden im Kreis der Fellows diskutiert und in regelmäßigen Abständen einem größeren Publikum präsentiert. Am Ende des Aufenthalts ist ein Artikrl vorzulegen, der begutachtet und im E-Journal des VWI, S:I.M.O.N. – Shoah: Intervention. Methods. Documentation. veröffentlicht wird.

 

Die Dauer der Research Fellowships beträgt mindestens sechs, maximal elf Monate. Die Fellows erhalten am VWI einen Arbeitsplatz mit EDV- und Internet-Zugang. Die Höhe des Stipendiums beträgt € 2.200.- monatlich. Zusätzlich trägt das VWI die Unterkunftskosten (bis € 700.-) während des Aufenthalts sowie die Kosten der An- und Abreise (Economy bzw. Bahnfahrt 2. Klasse). Für Recherchen außerhalb Wiens oder eventuell anfallende Kopierkosten außer Haus steht ein einmaliges Budget in der Höhe von weiteren € 500.- zur Verfügung.

 

Die Auswahl der Research Fellows erfolgt durch den Internationalen Wissenschaftlichen Beirat des VWI.

 

Eine Bewerbung ist mit folgenden Unterlagen in Deutsch oder Englisch möglich:

 

  • einem ausgefüllten Antragsformular,
  • einer ausführlichen Beschreibung des Forschungsvorhabens, die die Ziele des Projekts enthält, den Forschungsstand und methodische Überlegungen (maximal 12.000 Anschläge)
  • einer Publikationsliste und einem Lebenslauf mit Foto, falls die entsprechenden Felder nicht schon im Antragsformular ausgefüllt worden sind (fakultativ).

 

Die Anträge sind bis 31. Jänner 2018 in elektronischer Form (in einem PDF-Dokument zusammengefasst) mit dem Betreff "VWI-Research Fellowships 2018/2019" an

 

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

 

zu richten. Sollten Sie keine Bestätigung über den Erhalt Ihres Antrages erhalten, ersuchen wir Sie, uns zu kontaktieren.

 

Die zukünftigen Research Fellows werden angehalten, zu versuchen, einen Teil ihrer Fellowships über ein Stipendium der Stipendienstiftung der Republik Österreich zu finanzieren, und nach der Benachrichtigung über die Zuerkennung des Fellowships einen diesbezüglichen Antrag zu stellen.

Research Fellowships 2019/2020 des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien (VWI)

 

Das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) gibt die Ausschreibung seiner Research Fellowships für das Studienjahr 2019/2020 bekannt.

 

Das VWI ist eine noch zu Lebzeiten von Simon Wiesenthal initiierte und konzipierte, vom österreichischen Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung, dem Bundeskanzleramt sowie von der Stadt Wien geförderte wissenschaftliche Einrichtung zur Erforschung und Dokumentation von Antisemitismus, Rassismus, Nationalismus und Holocaust. Schwerpunkt der Forschungsarbeit ist der Holocaust in seinem europäischen Zusammenhang, einschließlich seiner Vor- und seiner Nachgeschichte.

 

Als Research Fellows können sich promovierte Forscherinnen und Forscher bewerben, die bereits wissenschaftliche Publikationen vorgelegt haben. Sie erhalten am Institut die Möglichkeit, einem selbst gewählten Forschungsvorhaben im Bereich der Holocaust-Forschung nachzugehen. Ziel des Aufenthaltes am VWI ist über die Forschungstätigkeit hinausgehend die Kommunikation und wissenschaftliche Interaktion mit den anderen Fellows am Institut. Es wird erwartet, dass Research Fellows die wissenschaftliche Arbeit des Instituts fördern und die Junior Fellows bei ihren Forschungsvorhaben beratend unterstützen. Die Research Fellows sind verpflichtet, regelmäßig am VWI anwesend zu sein.

 

Eingereichte Projekte der Research Fellows behandeln die Forschungsthematik des VWI; Fragestellung, Verfahren und Methoden stehen frei. Die Bestände des institutseigenen Archivs stehen ihnen zur Verfügung. Ihre Einbeziehung in die Forschungsarbeit ist erwünscht. Ergebnisse werden im Kreis der Fellows diskutiert und in regelmäßigen Abständen einem größeren Publikum präsentiert. Am Ende des Aufenthalts ist ein Artikrl vorzulegen, der begutachtet und im E-Journal des VWI, S:I.M.O.N. – Shoah: Intervention. Methods. Documentation. veröffentlicht wird.

 

Die Dauer der Research Fellowships beträgt mindestens sechs, maximal elf Monate. Die Fellows erhalten am VWI einen Arbeitsplatz mit EDV- und Internet-Zugang. Die Höhe des Stipendiums beträgt € 2.200.- monatlich. Zusätzlich trägt das VWI die Unterkunftskosten (bis € 700.-) während des Aufenthalts sowie die Kosten der An- und Abreise (Economy bzw. Bahnfahrt 2. Klasse). Für Recherchen außerhalb Wiens oder eventuell anfallende Kopierkosten außer Haus steht ein einmaliges Budget in der Höhe von weiteren € 500.- zur Verfügung.

 

Die Auswahl der Research Fellows erfolgt durch den Internationalen Wissenschaftlichen Beirat des VWI.

 

Eine Bewerbung ist mit folgenden Unterlagen in Deutsch oder Englisch möglich:

 

  • einem ausgefüllten Antragsformular,
  • einer ausführlichen Beschreibung des Forschungsvorhabens, die die Ziele des Projekts enthält, den Forschungsstand und methodische Überlegungen (maximal 12.000 Anschläge)
  • einer Publikationsliste und einem Lebenslauf mit Foto, falls die entsprechenden Felder nicht schon im Antragsformular ausgefüllt worden sind (fakultativ).

 

Die Anträge sind bis 13. Jänner 2019 in elektronischer Form (in einem PDF-Dokument zusammengefasst) mit dem Betreff „VWI-Research Fellowships 2019/2020“ an

 

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zu richten. Sollten Sie keine Bestätigung über den Erhalt Ihres Antrages erhalten, ersuchen wir Sie, uns zu kontaktieren.

 

Die zukünftigen Research Fellows werden angehalten, zu versuchen, einen Teil ihrer Fellowships über ein Stipendium der Stipendienstiftung der Republik Österreich zu finanzieren, und nach der Benachrichtigung über die Zuerkennung des Fellowships einen diesbezüglichen Antrag zu stellen.

Research Fellowships 2020/2021 des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien (VWI)

 

Das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) gibt die Ausschreibung seiner Research Fellowships für das Studienjahr 2020/2021 bekannt.

 

Das VWI ist eine noch zu Lebzeiten von Simon Wiesenthal initiierte und konzipierte, vom österreichischen Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung, dem Bundeskanzleramt sowie von der Stadt Wien geförderte wissenschaftliche Einrichtung zur Erforschung und Dokumentation von Antisemitismus, Rassismus, Nationalismus und Holocaust. Schwerpunkt der Forschungsarbeit ist der Holocaust in seinem europäischen Zusammenhang, einschließlich seiner Vor- und seiner Nachgeschichte.

 

Als Research Fellows können sich promovierte Forscherinnen und Forscher bewerben, die bereits wissenschaftliche Publikationen vorgelegt haben. Sie erhalten am Institut die Möglichkeit, einem selbst gewählten Forschungsvorhaben im Bereich der Holocaust-Forschung nachzugehen. Ziel des Aufenthaltes am VWI ist über die Forschungstätigkeit hinausgehend die Kommunikation und wissenschaftliche Interaktion mit den anderen Fellows am Institut. Es wird erwartet, dass Research Fellows die wissenschaftliche Arbeit des Instituts fördern und die Junior Fellows bei ihren Forschungsvorhaben beratend unterstützen. Die Research Fellows sind verpflichtet, regelmäßig am VWI anwesend zu sein.

 

Eingereichte Projekte der Research Fellows behandeln die Forschungsthematik des VWI; Fragestellung, Verfahren und Methoden stehen frei. Die Bestände des institutseigenen Archivs stehen ihnen zur Verfügung. Ihre Einbeziehung in die Forschungsarbeit ist erwünscht. Ergebnisse werden im Kreis der Fellows diskutiert und in regelmäßigen Abständen einem größeren Publikum präsentiert. Am Ende des Aufenthalts ist ein Artikrl vorzulegen, der begutachtet und im E-Journal des VWI, S:I.M.O.N. – Shoah: Intervention. Methods. Documentation. veröffentlicht wird.

 

Die Dauer der Research Fellowships beträgt mindestens sechs, maximal elf Monate. Die Fellows erhalten am VWI einen Arbeitsplatz mit EDV- und Internet-Zugang. Die Höhe des Stipendiums beträgt € 2.200.- monatlich. Zusätzlich trägt das VWI die Unterkunftskosten (bis € 700.-) während des Aufenthalts sowie die Kosten der An- und Abreise (Economy bzw. Bahnfahrt 2. Klasse). Für Recherchen außerhalb Wiens oder eventuell anfallende Kopierkosten außer Haus steht ein einmaliges Budget in der Höhe von weiteren € 500.- zur Verfügung.

 

Die Auswahl der Research Fellows erfolgt durch den Internationalen Wissenschaftlichen Beirat des VWI.

 

Eine Bewerbung ist mit folgenden Unterlagen in Deutsch oder Englisch möglich:

 

  • einem ausgefüllten Antragsformular,
  • einer ausführlichen Beschreibung des Forschungsvorhabens, die die Ziele des Projekts enthält, den Forschungsstand und methodische Überlegungen (maximal 12.000 Anschläge)
  • einer Publikationsliste und einem Lebenslauf mit Foto, falls die entsprechenden Felder nicht schon im Antragsformular ausgefüllt worden sind (fakultativ).

 

Die Anträge sind bis 12. Jänner 2020 in elektronischer Form (in einem PDF-Dokument zusammengefasst) mit dem Betreff „VWI-Research Fellowships 2020/2021“ an

 

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

 

zu richten. Sollten Sie keine Bestätigung über den Erhalt Ihres Antrages erhalten, ersuchen wir Sie, uns zu kontaktieren.

 

Die zukünftigen Research Fellows werden angehalten, zu versuchen, einen Teil ihrer Fellowships über ein Stipendium der Stipendienstiftung der Republik Österreich zu finanzieren, und nach der Benachrichtigung über die Zuerkennung des Fellowships einen diesbezüglichen Antrag zu stellen.

Mark Lewis

Research Fellow (10/2016-06/2017)

 

Eine Geschichte der Wiener Polizei. Kontinuitäten und Brüche, 1914–1945

 

LEWIS 02Kontinuitäten und Brüche prägen die Wiener politische Polizei zwischen Erstem Weltkrieg, Erster Republik, dem ‚Ständestaat‘ und der NS-Zeit. Die Studie wird dabei vier Hypothesen zu verifizieren versuchen: Dass und wie die polizeiliche Bürokratie von einer zuverlässigen und dem Staat unterstellten Staatseinrichtung zu einem gesetzlich nur minimal beschränkten Gewaltapparat wurde; dass und wie verdächtige und staatsfeindliche Personen in jeder Ära neu definiert und kategorisiert wurden, Vorurteile gegen Slawen, Juden, Roma und Frauen zunahmen; sowie dass und wie schließlich Ermittlungstechniken und Fachwissen durch das Gebot politischer Zuverlässigkeit und letztendlich durch Gewalt ersetzt wurden. Zuletzt wird das Projekt versuchen, eine Datenbank zu erstellen, über die der soziale Hintergrund und die Tätigkeit der Wiener Gestapo-Mitglieder abgefragt werden kann.

  

Mark Lewis ist Assoz. Professor für europäische Geschichte an der City University of New York, College of Staten Island. Seine Forschungsbereiche sind die Geschichte des internationalen Strafrechts sowie der politischen Polizei in Zentraleuropa und im Balkan. Er ist der Verfasser von The Birth of the New Justice: The Internationalization of Crime and Punishment, 1919-1950, Oxford 2016.

Sarah Cramsey

Research Fellow (12/2016-08/2017)

 

Bürgerrecht, Zugehörigkeitsgefühl und ‚Ethnische Revolution‘ in Polen und der Tschechoslowakei, 1918–1948

 

CRAMSEY

Allgemein wird die Geschichte des Staates Israel als eine Erzählung vorgebracht, die mit Theodor Herzl beginnt und durch den Holocaust ihre letzte Ausgestaltung erhält. Dieses Vorhaben hingegen betrachtet die Lösung der Frage einer jüdischen politischen oder staatlichen Zugehörigkeit nicht als Endpunkt, sondern als ein unerwartetes Ergebnis transnationaler Debatten, diplomatischer Manöver, demografischen Drucks und politischer Maßnahmen auf lokaler, staatlicher und internationaler Ebene. Erforscht werden dafür Fragen jüdischer Ethnizität, Staatsbürgerschaft und Zugehörigkeitsgefühl vor der Gründung Israels, wobei der Fokus auf Antworten damaliger ostmitteleuropäischer – jüdischer und nichtjüdischer Akteure liegt. Dabei soll gezeigt werden, wie die ‚Lösung‘ von Fragen jüdischer Zugehörigkeit in Ostmitteleuropa, eine Synekdoche für eine noch nie dagewesene Nationalisierung dieses regionalen Raumes in einen allgemeineren Sinn bot: Die ethnische Bevölkerungsentflechtung und Homogenisierung der Region nach 1945 erforderte die gleichzeitige Akzeptanz einer jüdischen Heimat in Palästina als ein territoriales nationalistisches Projekt.

 

Sarah A. Cramsey ist Professor of Practice für Jewish Studies an der Tulane University in New Orleans. Sie promovierte in Geschichte an der University of California, Berkeley, hält aber auch Abschlüsse der Oxford University und des College William & Mary in Virginia. Ihre Forschungsaufenthalte in der Tschechischen Republik, in Polen, Großbritannien, Israel und den USA wurden u.a. vom Boren Programm des National Security Education Programs, Fulbright, der Mellon Foundation, the Institute for International Education und dem Deutschen Historischen Institut gefördert.

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