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News – Veranstaltungen – Calls

07. Mai 2024 00:00 - 04. Juni 2024 00:00
WorkshopDealing with Antisemitism in the Past and Present. Scientific Organisations and the State of Research in Austria
This series of talks, presented by antisemitism experts from different organisations that research antisemitism using a variety of academic approaches, aims to provide a snapshot of historical evolutions, current events, prevalent perceptions and declared (and undeclared) attitudes. I...Weiterlesen...
21. Mai 2024 08:00 - 15. Juli 2024 23:59
CfP - Simon Wiesenthal ConferenceKriegsendverbrechen. Der Rückzug der Wehrmacht und die letzte Phase des Zweiten Weltkriegs / Crimes at War’s End. The Retreat of the Wehrmacht and the Final Phase of WWII
(english below) HGM-Konferenz 2025 / Simon Wiesenthal Conference 2025 Internationale Tagung des Heeresgeschichtlichen Museums (HGM) und des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien (VWI) in Kooperation mit dem Institut für Geschichte der Universität Klagenfurt und dem Insti...Weiterlesen...
24. Mai 2024 18:00
InterventionLange Nacht der Forschung 2024
2024 öffnet das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) in der Langen Nacht der Forschung wieder seine Tore und lädt Interessierte in seine Räumlichkeiten am Rabensteig 3 ein. Im Rahmen von Vorträgen, Podiumsdiskussionen und Präsentationen bieten VWI-Team und Gäste Einb...Weiterlesen...
04. Juni 2024 13:00
VWI invites/goes to...Workshop: Social History of the Shoah. Everyday Life, Space and Time
 VWI invites the Department of Contemporary History, University of Vienna     13:00Hannah Riedler (VWI Junior Fellow)Between Deportation, Forced Labour and Germanisation. The Umwandererzentralstelle in Occupied Poland 1939–1941Commented by Kerstin von Lingen 13:40...Weiterlesen...
06. Juni 2024 14:00
InterventionInternationaler Tag der Archive
Anlässlich des Internationalen Tags der Archive öffnet das VWI am 6. Juni seine Tore und lädt Interessierte in seine Räumlichkeiten am Rabensteig 3 ein. Verschiedene Präsentationen und Führungen bieten Einblicke in die Archivarbeit.   14:00-14:45 Bildquellen in der Holocaustf...Weiterlesen...
13. Juni 2024 18:30
Simon Wiesenthal LectureJack Fairweather: The Trials of Fritz Bauer. How Life as a Gay Jewish Socialist under the Nazis Shaped His Quest for Justice
Fritz Bauer’s daring mission to bring Adolf Eichmann and the perpetrators of Auschwitz to justice forced Germany and the world to pay attention to the crimes of the Holocaust. Bauer’s moral courage in speaking out in a society that had not yet come to terms with its past, which he him...Weiterlesen...

Sławomir Kapralski

Senior Fellow (10/2013 – 08/2014)

 

Das Holocaustgedenken als Referenz und Rahmen und die Roma/Sinti Bewegung in Österreich und Polen

 

KAPRALSKIIn meiner Forschungstätigkeit rekonstruiere ich wie das Schweigen über das Schicksal der Roma und Sinti während des Zweiten Weltkrieges in Österreich und Polen gebrochen wurde und vergleiche die Mechanismen der Formen des Gedenkens durch die Roma an den Völkermord in beiden Ländern. Insbesondere interessiere ich mich dafür, welche Rolle die Verurteilung und Verfolgung der nationalsozialistischen Verbrechen und das Wiedergutmachungsverfahren spielen, für die Beziehungen zwischen Roma/Sinti und jüdischen Organisationen, für den Stellenwert der politischen Mobilisation der Roma/Sinti, für die Unterschiede zwischen den öffentlichen "Erinnerungskulturen" in Österreich und Polen, und für die Anfänge des organisierten Gedenken der Roma an die nationalsozialistische Verfolgung. Besonderes Augenmerk gilt der wieder erwachten Bedeutung von Gedenken in der Roma/Sinti Bewegung und ihrem Kampf gegen "Antiziganismus" und für den verbesserten sozio-ökonomischen Status der Roma. Letztendlich untersuche ich die Rolle der Globalisierung des Holocaust-Diskures und dessen Funktion als "Grunderzählung" einer pan-Roma Identität, um herauszufinden ob eine solche Identität lebbar ist, oder ob die Gruppe der Roma weiterhin als komplexes Netzwerk verschiedener Identitätsprojekte bestehen bleiben wird.

 

Sławomir Kapralski, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut der Philosophie und Soziologie der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Warschau. Studium zum Doktor der Soziologie an der Jagiellonischen Universität in Krakau. Forschungstätigkeit zu den Themen Nationalismus, Ethnizität und Identität, kollektives Gedächtnis, Antisemitismus und der Holocaust, sowie die Roma Gemeinschaften in Europa. Er ist Mitglied der Gypsy Lore Society, der European Association for Holocaust Studies, und des European Academic Network on Romani Studies.

 

Patrice G. Poutrus
Senior Fellow (10/2012 – 09/2013)


Flüchtlingsberichte. Eine Studie zur massenmedialen Repräsentation von Migration in der Metropole Wien, 1919-1933/34

 

PoutrusAm Schnittpunkt von österreichischer Migrations-, Metropolen- und Mediengeschichte angesiedelt, untersucht das Projekt, wie in der Wiener Öffentlichkeit das Thema Migration verhandelt wurde. Gefragt wird, in welcher Art sich die massenmedialen Repräsentationen von Migration durch politische und sozio-ökonomische Veränderungen wandelten, welchen Migrationsphänomenen besondere öffentliche Bedeutung zugemessen wurde, welche Verbindungen zwischen den Entwicklungen gezogen wurde und schließlich, wie und von welchen Tageszeitungen dieses bewertet wurde und ob bzw. welchen Anteil Migrantinnen und Migranten selbst an diesen Repräsentationen hatten bzw. haben konnten. Mit der dazu gehörenden kulturhistorischen Perspektive wird diese Untersuchung zudem eine Verbindung zwischen den klassischen sozial- und strukturgeschichtlich ausgerichteten Arbeiten zur europäischen Migrationsgeschichte und den Forschungen zur Erinnerungsgeschichte von Migration herstellen.

 

Patrice G. Poutrus, 1996 bis 1999 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF) in Potsdam, 2000 Doktorat am Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Europa Universität Viadrina, Frankfurt (Oder), 2001 AICGS/DAAD Stipendiat am Deutschen Historischen Institut in Washington, D.C., danach wieder wissenschaftlicher Mitarbeiter am ZZF. Anschließend daran und bis 2011 mit einem Forschungsauftrag am internationalen Forschungsverbund zur Erforschung der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft unter der Leitung des Lehrstuhls für Zeitgeschichte der Ruhr-Universität Bochum beteiligt. Er unterrichtet an der Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg europäische und deutsche Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts.

 

Gerhard Baumgartner

Senior Fellow (10/2012 – 09/2013)

 

Das ‘Zigeunerlager Lackenbach’ – eine Monographie

 

BaumgartnerDas ‘Zigeunerlager Lackenbach’ – eine der wichtigsten Stätten der nationalsozialistischen Verfolgung und Ermordung deutscher und österreichischer Roma und Sinti – ist eines der letzten großen Lager der NS-Zeit, über das bislang keine zusammenfassende Monografie vorliegt. Im Zuge der großen Forschungsprojekte der 1990er-Jahre zeigte sich, dass sich wichtige Quellen für eine Geschichte des Lagers in verschiedenen österreichischen Regional- und Lokalarchiven befinden, die mangels einer systematischen Suche unbekannt geblieben waren. Mithilfe dieser neuen Quellen, der Akten der nach Kriegsende durchgeführten Verfahren gegen Mitglieder der Wachmannschaften sowie den Augenzeugenberichten von Überlebenden, die in Opferfürsorgeakten aufgefunden werden konnten, sollen nun die Lücken der Lagergeschichte geschlossen werden, darunter die Entstehungsgeschichte des Lagers, die vorangegangenen Diskussionen oder die Intentionen der daran beteiligten Ämter. Gleichzeitig soll der Versuch unternommen werden, eine möglichst vollständige Liste der rund 4.000 Gefangenen zu erstellen. Ziel dabei ist es auch, das Lager in einen größeren Zusammenhang mit anderen Anhalte- und Zwangsarbeitslagern für Roma und Sinti sowie dem KZ-Lagersystem insgesamt zu stellen.

 

Gerhard Baumgartner, Historiker und Journalist, Leiter der internationalen Forschungsvereines Kanzlei in Wien, Mitherausgeber der historisch-theoretischen Zeitschrift Österreichische Zeitschrift für Geschichtswissenschaften, ehemaliger Projektleiter der Österreichischen Historikerkommission und der ‘Namensdatenbank der Roma und Sinti unter den österreichischen Holocaustopfern’; verantwortlicher Sendungsredakteur für Fernsehprogramme des ORF Landestudios Burgenland. Er war Lehrbeauftragter an den Universitäten in Wien, Salzburg, Klagenfurt, Budapest und Tel Aviv und wurde 2003 mit der Comenius Medaille für Europäische Bildungsmedien ausgezeichnet und ist Lehrbeauftragter an der FH-Joanneum in Graz/Österreich.

 

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