Der Fall Salomon K.

In der Auswanderungsabteilung der Israelitischen Kultusgemeinde wurden im Jahr 1938 alle jüdischen Familien erfasst, die aufgrund der nationalsozialistischen Verfolgung ihren Entschluss angemeldet hatten, das Deutsche Reich zu verlassen. Einem Bericht der Israelitischen Kultusgemeinde ist zu entnehmen, dass sich bis Ende 1938 über 43.000 Familien mit insgesamt über 118.000 Personen angemeldet haben. Die Auswanderungsfragebögen und zugehörigen Karteikarten enthalten u.a. ihr Geburtsdatum, ihre Wohnadresse, ihre Staatsbürgerschaft, ihren Beruf und ihre Verwandtschaftsverhältnisse. Es handelt sich um einen der umfangreichsten geschlossenen Bestände zu personenbezogenen Daten österreichischer Juden überhaupt.

Die Geschichte der Familie Salomon K. steht exemplarisch für all jene anderen, die sich heute nur noch aus Bruchstücken zusammenfügen lassen. Die Dokumente sind Teile von umfangreichen Archivbeständen, die im Wiener Wiesenthal Institut räumlich zusammengeführt werden sollen. Das Foto von Salomon K. aus der Erkennungsdienstlichen Kartei der GESTAPO Wien wurde im Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes elektronisch erfasst.

 
ZUM FALL SALOMON K.