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Interventions

 

Since the 1980s, the politics of remembrance and the central place held by the Holocaust therein have moved into the focus of a global cultural policy debate. Triggered by popular formats such as TV series, the establishment of Holocaust museums, and the erection of memorial sites and memorials, and by documentations, feature films, plays, as well as exhibitions, the highly controversial debate has addressed and continues to address the question of the sense and form of Holocaust remembrance as well as its possibilities and limits.

 

The Vienna Wiesenthal Institute for Holocaust Studies (VWI) understands its educational mission as the task of preserving the visibility of the cultural context of remembrance and the media anthropological background as well as the discursive context of popular remembrance of the Holocaust and other genocides for its audience. The materiality and the act of remembrance itself are focussed on by making these the very topic and issue of educational questions. This is achieved on the one hand via academic debate and reasoning, on the other by testing the issue in various contexts by experiment. The latter takes place in the framework of “Interventions in Public Spaces”, involving especially artists and writers.

 

 

Intervention
Strandflieder oder: Die Euphorie des Seins. Gastspiel The Symptoms / Budapest
   

Thursday, 9. November 2017, 19:30 - 21:30

Volkstheater, Arthur-Schnitzler-Platz 1, 1070 Wien

 

Regie und Choreografie Réka Szabó

Gemeinsame Veranstaltung mit dem Österreichischen Parlament und dem Volkstheater unter dem Ehrenschutz der Präsidentin des Nationalrates Doris Bures.

Österreich-Premiere

Eine Auschwitz-Überlebende tanzt mit einer jungen Frau die Shoah. Éva Fahidi war 90 Jahre alt, als sie sich 2015 auf Anregung der Budapester Kompanie-Chefin Réka Szabó darauf einließ, das Trauma ihres Lebens tänzerisch umzusetzen. Mit der sechzig Jahre jüngeren Tänzerin Emese Cuhorka begibt sie sich in einen Dialog, in dem Éva Fahidi Fragen beantwortet und stellt, von sich erzählt, aber eben auch tanzt. Das geht von Aufwärmübungen bis zu Choreografien aus der musikalischen Moderne, die Éva Fahidi umgab, als sie aufwuchs. Mal lässt sie sich herumwirbeln, mal durchstreift sie selbst den Raum, mit der Freiheit und Euphorie eines Mädchens, das in ihrer Kindheitsstadt Debrecen den Duft des lila Strandflieders schmeckt, der in der ostungarischen Landschaft überall wuchert.

Das war bevor Éva Fahidi mit ihrer Mutter und ihrer Schwester nach Auschwitz-Birkenau deportiert wurde, wo sie als einziges Familienmitglied überlebte. Das überwältigende Stück mit dem Titel Strandflieder oder Die Euphorie des Seins (Sóvirág a létezés eufóriája) spielen Éva Fahidi und Emese Cuhorka seit bald zwei Jahren ausverkauft am Budapester Vígszínház Theater sowie auf Gastspielen.

Nun ist es zum ersten Mal in Österreich zu sehen. Im Rahmen der regelmäßigen Kooperation des Volkstheaters mit dem Österreichischen Parlament zum Gedenken an die Novemberpogrome 1938 treten die ungleichen ungarischen Tänzerinnen am Tag des Erinnerns im Volkstheater auf. Bei einer Matinee am darauffolgenden Sonntag in Zusammenarbeit mit dem Wiesenthal Institut werden die Themen unter Teilnahme von Éva Fahidi und Réka Szabó weiter erläutert.

Karten an der Tageskasse: Eur 11,- bis Eur 33,-, telefonisch unter +43-1-52 111-400 oder im Ticketshop

Bei einer Matinee am darauffolgenden Sonntag in Zusammenarbeit mit dem Wiesenthal Institut werden die Themen unter Teilnahme von Éva Fahidi und Réka Szabó weiter erläutert.

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