VERANSTALTUNGEN


NÄCHSTE VERANSTALTUNG

FÜNFTE SIMON WIESENTHAL LECTURE: 10. JUNI 2010, 18:30 UHR

ROBERT JAN VAN PELT: "AUSCHWITZ, HOLOCAUST-LEUGNUNG UND DER IRVING-PROZESS"
Ort: Dachfoyer des Haus-, Hof- und Staatsarchivs, 1010 Wien, Minoritenplatz 1

Seit den 1970er-Jahren richten Holocaust-Leugner ihre Aufmerksamkeit vor allem auf die Frage der Krematorien von Auschwitz: Mit der Infragestellung ihrer Existenz meinen Sie, den Holocaust überhaupt leugnen zu können. Im berühmt-berüchtigten Londoner Prozess "David Irving gegen Deborah Lipstadt" im Jahr 2000 erreichten die Attacken der Holocaust-Leugner gegen die Evidenz der Auschwitzer Krematorien einen dramatischen Höhepunkt. Fünf Tage lang verteidigte der vom Gericht bestellte Sachverständige Robert Jan van Pelt seinen 700-seitigen Bericht im Kreuzverhör – mit einem erbärmlichen Ausgang für David Irving.

Der englischsprachige Vortrag des niederländischen Architekturhistorikers wird auf die Hintergründe und Entwicklungen dieses historischen Gerichtsprozesses fokussieren.

Robert Jan van Pelt, 1955 im niederländischen Haarlem geboren, ist Absolvent der Universität Leiden. Er unterrichtete Architektur- und Stadtbaugeschichte an den Universitäten von Singapur, Virginia, am MIT und an der TU Wien, und ist zur Zeit Professor an der University of Waterloo, Kanada. Bekannt wurde er vor allem durch seine Veröffentlichungen zum KZ Auschwitz.



VIERTE SIMON WIESENTHAL LECTURE: 26. MAI 2009, 18:30 UHR
MARIANNE HIRSCH UND LEO SPITZER: SPAZIERGANG IN DER HERRENGASSE
STRASSENFOTOS AUS DEM JÜDISCHEN CZERNOWITZ

Im Habsburgerreich als "Wien des Ostens" bezeichnet, beherbergte Czernowitz eine lebendige deutschsprachige jüdische Gemeinde, die während des Zweiten Weltkrieges beinahe vollständig vertrieben oder vernichtet wurde. Doch die Erinnerung an Czernowitz lebt fort, überliefert von Überlebenden und ihren Nachkommen, "gleich einem wunderbaren Geschenk" und einem "unbarmherzigen Fluch", wie Aharon Appelfeld schreibt. In ihrem Vortrag wandten sich Marianne Hirsch und Leo Spitzer vorwiegend visuellen Materialien aus Familienalben und -sammlungen zu, um Zugang zur Welt des jüdischen Czernowitz vor seiner Zerstörung zu finden.


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SIMON WIESENTHAL-FESTAKT: 22. JAN. 2009, 19:30 UHR
ZUM 100. GEBURTSTAG

Simon Wiesenthal wurde am 31. Dezember 1908 in Buczacz geboren. Die Israelitische Kultusgemeinde Wien (IKG) und das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) haben aus diesem Anlass zu einem Festakt geladen.

 


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DRITTE SIMON WIESENTHAL LECTURE: 18. DEZ. 2008, 18:30 UHR
PAUL A. SHAPIRO: BAD AROLSEN – DIE ÖFFNUNG DES GRÖSSTEN HOLOCAUST-ARCHIVS DER WELT

Mit Datenschutz-Argumenten hat das Internationale Rote Kreuz jahrzehntelang den Zugang zum größten Holocaust-Archiv der Welt blockiert. Sein International Tracing Service (ITS) in Bad Arolsen (Hessen) verfügt über einen Bestand von rund 50 Millionen Dokumenten zu rund 17,5 Millionen Menschen. Aufgabe des Suchdienstes war und ist die Sammlung, Ordnung, Aufbewahrung und Auswertung von Unterlagen über zivile Opfer der NS-Herrschaft. Im November 2007 kam es nach großem internationalem Druck zur Freigabe der Akten für die historische Forschung. Paul Shapiro war maßgeblich an der Öffnung des ITS-Archivs beteiligt. In seinem Vortrag hat er über die politischen Hintergründe, die diplomatischen Schritte zur Öffnung, die Inhalte des ITS-Archivs, seine Zugänglichkeit und die neuen Chancen für die Holocaust-Forschung gesprochen.

 


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(c) USHMM Arnold Kramer

 

 

 

 

 

 




TAGUNG: 12.-14. NOVEMBER 2008
DAS JÜDISCHE VEREINSWESEN IN WIEN

Im Rahmen der Ausstellung:
„Das Dreieck meiner Kindheit. Eine jüdische Vorstadtgemeinde in Wien XV“


Das Haus Herklotzgasse 21 im 15. Wiener Gemeindebezirk ist nicht nur jener Ort, an dem im Jahr 2000 große Teile des Archivs der Israelitischen Kultusgemeinde Wien wiederentdeckt wurden.

Einer Initiative der heutigen MieterInnen des Hauses ist es zu verdanken, dass dieser Ort im Rahmen des Projekts Herklotzgasse 21 (www.herklotzgasse21.at) zum Ausgangspunkt der Erforschung der Geschichte einer jüdischen Vorstadtgemeinde wurde, die von 30. Oktober bis 28. November 2008 in einer Ausstellung und von 12. bis 14. November 2008 in einer wissenschaftlichen Tagung präsentiert und diskutiert wird.


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Herklotzgasse-21_Ausstellungslogo

 

 



ZWEITE SIMON WIESENTHAL LECTURE DES VWI: 13. MAI 2008, 18:30 UHR
LEONARD H. EHRLICH: GESCHÄTZT UND GESCHOLTEN:
BENJAMIN MURMELSTEIN IN WIEN 1938-43

Leonard H. und Edith Ehrlich arbeiten seit vielen Jahren an einer Studie über die Entscheidungsspielräume jüdischer Funktionäre im nationalsozialistischen Wien und in Theresienstadt. 1977 haben sie in Rom ein ausführliches, durch Tonbandaufnahmen dokumentiertes Gespräch mit dem Wiener Rabbiner Dr. Benjamin Murmelstein geführt, dessen zentrale Rolle bei der Auswanderung und Deportation der jüdischen Bevölkerung Wiens Gegenstand zweier Veranstaltungen im Jahr 2007 war: der Ausstellung „Ordnung muss sein – Das Archiv der Israelitischen Kultusgemeinde Wien“ (Juli - Oktober 2007) sowie der erstmaligen Leinwandpräsentation des von Claude Lanzmann 1975 mit Dr. Murmelstein gedrehten Filminterviews im Österreichischen Filmmuseum (Oktober 2007).

Im Vortrag und in der anschließenden Diskussion erörterten Leonard H. und Edith Ehrlich auch die Wahl ihres Forschungsthemas, den jahrelangen Forschungsverlauf und die Gestaltung ihres Buches.


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Ältestenrat Theresienstadt

 

 

 

 

 

 



FILMPRÄSENTATION UND DISKUSSION: 16. MÄRZ 2008
ÖSTERREICHISCHES FILMMUSEUM: FILMDOKUMENTE ZUR ZEITGESCHICHTE
TEIL 3: MIKROGESCHICHTEN VOM "ANSCHLUSS"

Das filmische Bild vom „Anschluss“ 1938 ist maßgeblich von jenen ikonischen Aufnahmen bestimmt, die von der NS-Filmpropaganda hergestellt wurden. Bildästhetik und Dramaturgie, die den NS-Wochenschauen zugrunde lagen, bilden bis heute das visuelle Inventar, mit dem das Ereignis in TV-Dokumentationen, Lehrmitteln, Museen und Kinofilmen illustriert wird. Die Veranstaltung will in der Gegenüberstellung des propagandistischen Bildes mit Amateurmaterial, Kulturfilmen und Fragmenten österreichischer Wochenschauen Formen der historischen wie auch der retrospektiven Ästhetisierung und Narrativisierung des „März 1938“ debattieren.

Sonntag, 16. März 2008, 14:30 Uhr
Ort: Österreichisches Filmmuseum, 1010 Wien, Augustinerstrasse 1 (im Gebäude der Albertina)


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OeFM Filmpräsentation

 

 



FILMPRÄSENTATION UND DISKUSSION: 16. JÄNNER 2008
ÖSTERREICHISCHES FILMMUSEUM: FILMDOKUMENTE ZUR ZEITGESCHICHTE
TEIL 1: ERINNERUNG AN DIE LAGER

Die Britische Armee fertigte bei der Befreiung des KZ Bergen-Belsen im April 1945 Filmdokumente an, die bereits zum damaligen Zeitpunkt als juristisches und als ästhetisches Problem erkannt wurden. „Memory of the Camps“ (1945, unvollendet; Produzent: Sidney Bernstein; Künstlerische Beratung: Alfred Hitchcock; Schnitt: Stewart McAllister, Peter Tanner; s/w; 57 Minuten; überwiegend stumm) ist ein beunruhigendes und erschütterndes Dokument dafür, wie herkömmliche dokumentarische Formen vor dem Ausmaß der NS-Verbrechen versagen.

Die Veranstaltung im Österreichischen Filmmuseum standt am Beginn des „Bedenkjahres“ 2008 und bildete den Auftakt zur Veranstaltungsreihe „Filmdokumente zur Zeitgeschichte“.


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OeFM Filmpräsentation

 

 



FILMPRÄSENTATION UND DISKUSSION: 14. OKTOBER 2007
„DER LETZTE DER UNGERECHTEN“ - BENJAMIN MURMELSTEIN, GEFILMT VON CLAUDE LANZMANN

Das Österreichische Filmmuseum und das Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) brachten den französischen Filmemacher Claude Lanzmann zu einem Publikumsgespräch nach Wien und zeigten rund 5 Stunden eines bis dato unveröffentlichten Filminterviews, das Lanzmann 1975 im Zuge der Dreharbeiten zu seinem monumentalen Dokumentarfilm „Shoah“ mit dem Wiener Rabbiner Dr. Benjamin Murmelstein geführt hat. Murmelstein war eine Schlüsselfigur der Wiener Kultusgemeinde in der NS-Zeit und nach seiner eigenen Deportation Mitglied des „Judenrates“ und späterer „Judenältester“ im Lager Theresienstadt. Die erstmalige Leinwandpräsentation des ungeschnittenen Filmmaterials wurde von einem ExpertInnengespräch mit Doron Rabinovici, Anna Hájková und Pierre Genée begleitet.

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AUSSTELLUNG: 4. JULI - 21. OKTOBER (VERLÄNGERT BIS 28. OKTOBER 2007!)
ORDNUNG MUSS SEIN - DAS ARCHIV DER ISRAELITISCHEN KULTUSGEMEINDE WIEN

Unter dem Titel „Ordnung muss sein“ zeigte das Jüdische Museum Wien von 4. Juli bis 28. Oktober 2007 erstmals eine Ausstellung über das Archiv der Israelitischen Kultusgemeinde Wien.

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HOLOCAUST STUDIES TAGUNG: 27.-29. JUNI 2007
ARBEIT UND VERNICHTUNG

Arbeiterkammer Wien
Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI)

In Kooperation mit: Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien (IfZ) und Israelitische Kultusgemeinde Wien (IKG)

Ehrenschutz: Bundespräsident Heinz Fischer

Die Videoaufzeichnungen der Eröffnungsreden von Herbert Tumpel, Anton Pelinka, Charlotte Knobloch, Heidrun Silhavy, Bertrand Perz und der Vorträge von Ulrich Herbert, Dieter Pohl, Elizabeth Harvey, Patricia Heberer, Florian Freund, Manfred Grieger, Harald Welzer, Christian Streit, Peter Klein, Gustavo Corni, Andrea Löw, Eleonore Lappin und Frank Stern sowie die Diskussionen sind auf dieser Website abrufbar!

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PODIUMSPRÄSENTATION: 7. JUNI 2007
SPURENSICHERUNG - DAS ARCHIV DER ISRAELITISCHEN KULTUSGEMEINDE WIEN

Das Projekt einer Wiederherstellung des Archivs der Israelitischen Kultusgemeinde Wien wurde im Rahmen einer Podiumspräsentation im United States Holocaust Memorial Museum, Washington D.C. erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Download: Pressespiegel: The New York Times, 2. Juni 2007: "A Nation’s Lost Holocaust History"

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ERSTE SIMON WIESENTHAL LECTURE DES VWI: 8. MÄRZ 2007
OMER BARTOV: DIE LETZTEN TAGE VON BUCZACZ - DIE ZERSTÖRUNG EINER MULTI-ETHNISCHEN STADT

In seinem Vortrag beschäftigte sich Omer Bartov mit der Art und Weise, in der sich Ukrainer, Polen und Juden an den Holocaust in der einst multiethnischen Stadt Buczacz erinnern – dem Geburtsort Simon Wiesenthals (sowie Omer Bartovs Mutter).

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DISKUSSIONSVERANSTALTUNG: 29. JUNI 2006
WISSENSCHAFTEN UND VERGANGENHEITSPOLITIK IN ÖSTERREICH

Warum braucht Österreich ein Institut für Holocaust-Studien
und welche Aufgaben hat es zu erfüllen?

Diskussionsveranstaltung im Rahmen des Forschungspraktikums von Eva Kreisky und Thomas König
„NS-Eliten in der 2. Republik“

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TAGUNG: 7.–8. JUNI 2006
THE LEGACY OF SIMON WIESENTHAL FOR HOLOCAUST STUDIES

Um den Gründungsprozess des neuen Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien (VWI) auch wissenschaftlich zu begleiten, veranstalteten zwei im Proponentenverein tätige Mitgliedsorganisationen – das Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien (IfZ) sowie das IFK Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften – eine internationale Konferenz, die sich mit wichtigen Strömungen der aktuellen Holocaustforschung beschäftigt hat. Im besonderen wurde dabei auch auf das Memorandum von Simon Wiesenthal an die österreichische Bundesregierung aus dem Jahr 1966 eingegangen, in dem dieser zur Verfolgung österreichischer Naziverbrecher durch die Justizbehörden die wesentlichen Tatkomplexe des NS-Völkermords aufgelistet hat.

Die Videoaufzeichnungen der Beiträge von David Bankier, Atina Grossmann, Isabel Heinemann, Christian Gerlach, Peter Black, Wlodzimierz Borodziej, Michael Wildt, Omer Bartov, Tom Segev, Bertrand Perz und Raul Hilberg sind auf dieser Website abrufbar.

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PRÄSENTATION: 30. JÄNNER 2006
DAS PROJEKT EINES "WIENER WIESENTHAL INSTITUTS FÜR HOLOCAUST-STUDIEN (VWI)"


Simon Wiesenthal war es ein besonderes Anliegen seiner letzten Lebensjahre, sein Archiv der historischen Forschung zugänglich zu machen und den Geist seiner Arbeit in einer Zeit gewahrt zu wissen, in der sowohl die Täter als auch die Opfer des Nationalsozialismus gestorben sein werden. Der Tod Simon Wiesenthals im September 2005 war der traurige Anlass, mit einem Vorhaben in die Öffentlichkeit zu treten, das dieses Anliegen verwirklichen soll.

Die Initiatoren haben am 30. Jänner 2006 um 19 Uhr in den Kleinen Festsaal der Universität Wien geladen, um im Rahmen einer Präsentation das Projekt eines „Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien“ vorzustellen.

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