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Unter dem Titel „Ordnung muss sein“ zeigt das Jüdische Museum Wien von 4. Juli bis 21. Oktober 2007 erstmals eine Ausstellung über das Archiv der Israelitischen Kultusgemeinde Wien. Anfang Juni 2007 hat die Israelitische Kultusgemeinde Wien ihr wiederentdecktes Archiv erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Die Präsentation im United States Holocaust Memorial Museum in Washington D.C. hat bereits im Vorfeld große Aufmerksamkeit erregt. Rund 2 Millionen Seiten der insgesamt noch weit umfangreicheren, 300 Jahre umspannenden Archivbestände haben einen direkten Bezug zur NS-Zeit. Bis vor kurzem war man davon ausgegangen, dass sich die Nationalsozialismus- und Holocaust-Forschung nur auf die Dokumente der NS-Behörden und einzelner NS-Täter sowie auf die Zeugnisse der Überlebenden und Ermordeten stützen kann, dass die Akten der jüdischen Gemeinden hingegen weitgehend zerstört seien. Mit den in einzigartiger Vollständigkeit erhaltenen Akten der einst größten deutschsprachigen jüdischen Gemeinde eröffnet sich der Forschung eine neue Perspektive. Die wiederentdeckten Archivbestände werden seit 2001 von der Anlaufstelle der Israelitischen Kultusgemeinde Wien für jüdische NS-Verfolgte verwahrt und bearbeitet (www.restitution.or.at). Aufgrund fehlender Ressourcen und Benutzungseinrichtungen konnte die Anlaufstelle bisher nur sehr eingeschränkten Zugang zu den Materialien für Mitglieder von Kommissionen sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von diversen Fonds gewähren, die für Restitution und Entschädigung zuständig sind. Dies gilt nach wie vor. Das Archiv der Israelitischen Kultusgemeinde Wien soll jedoch zu einem integralen Bestandteil des geplanten Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien (VWI) werden. Vereint mit dem Archiv Simon Wiesenthals sollen der Forschung und der interessierten Öffentlichkeit unter einem Dach die Dokumente der Opfer und die Dokumentation über die Täter zugänglich gemacht werden.
FOTOS: AUSSTELLUNG
FOTOS: AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG Die Ausstellung wurde am 3. Juni 2007 vom Wiener Kulturstadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny eröffnet.
Die Ausstellung wurde am 3. Juni 2007 vom Wiener Kulturstadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny eröffnet. VIDEOS: ERÖFFNUNGSREDEN
VIDEOS: STATEMENTS
AUSSTELLUNGSKATALOG
Felicitas Heimann-Jelinek, Lothar Hölbling und Ingo Zechner:
PRESSESPIEGEL
Download: Pressespiegel: Profil, 2. Juli 2007:
Download: Pressespiegel: Der Standard, 4. Juli 2007:
Download: Pressespiegel: Kronen Zeitung, 4. Juli 2007:
Download: Pressespiegel: Salzburger Nachrichten, 4. Juli 2007:
Download: Pressespiegel: Die Zeit, 5. Juli 2007:
Download: Pressespiegel: Der Spiegel, 9. Juli 2007:
Download: Pressespiegel: Profil, 9. Juli 2007:
Download: Pressespiegel: spiegel.de, 9. Juli 2007:
Download: Pressespiegel: spiegel.de, 11. Juli 2007:
Download: Pressespiegel: am.com.mx, 12. Juli 2007:
Download: Pressespiegel: NZZ, 21. Juli 2007:
Download: Pressespiegel: guanhaes.net, 27. Juli 2007:
Download: Pressespiegel: Der Sonntag, 29. Juli 2007:
Download: Pressespiegel: kominform.at, 29. September 2007:
Download: Pressespiegel: Die Gemeinde, September 2007:
AUSSTELLUNGSORT Jüdisches Museum Wien
ARCHIVBENUTZUNG Die wiederentdeckten Archivbestände werden seit 2001 von der Anlaufstelle der Israelitischen Kultusgemeinde Wien für jüdische NS-Verfolgte verwahrt und bearbeitet (www.restitution.or.at). Aufgrund fehlender Ressourcen und Benutzungseinrichtungen konnte die Anlaufstelle bisher nur sehr eingeschränkten Zugang zu den Materialien für Mitglieder von Kommissionen sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von diversen Fonds gewähren, die für Restitution und Entschädigung zuständig sind. Dies gilt nach wie vor. Das Archiv der Israelitischen Kultusgemeinde Wien soll jedoch zu einem integralen Bestandteil des geplanten Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien (VWI) werden. Vereint mit dem Archiv Simon Wiesenthals sollen der Forschung und der interessierten Öffentlichkeit unter einem Dach die Dokumente der Opfer und die Dokumentation über die Täter zugänglich gemacht werden.
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