VWI-VORTRAGENDE
ANNA HÁJKOVÁ



Curriculum Vitae

Anna Hájková, geb. 1978 in Prag, studierte Geschichte, Soziologie und Anglistik an der Humboldt-Universität, Berlin und der Universität van Amsterdam. Sie ist Mitarbeiterin des tschechischen Instituts Theresienstädter Initiative, seit 2006 dort Mitherausgeberin des Jahrbuchs Theresienstädter Studien und Dokumente. Sie arbeitete als wissenschaftliche Hilfskraft im Zentrum für Antisemitismusforschung, Berlin, als freie Mitarbeiterin u.a. für die Gedenkstätte Neuengamme bei Hamburg und die BBC. Sie promoviert derzeit zur Sozialgeschichte des Ghettos Theresienstadt an der University of Toronto, Kanada.

Seit 2003 ist Anna Hájková an einem kritischen Editionsprojekt der Memoiren von Benjamin Murmelstein beteiligt, die beim Ferdinand Schöningh Verlag erscheinen sollen. Für dieses wertete sie die auf verschiedene Archive verstreuten Selbstzeugnisse Murmelsteins aus, zuletzt dessen elfstündiges Interview mit Claude Lanzmann im United States Holocaust Memorial Museum. In ihrer Dissertation beschäftigt sie sich u.a. mit der Rolle des Theresienstädter Ältestenrates und den Interaktionen zwischen der Häftlingsgemeinschaft und dem Judenrat.

Publikationen (Auswahl):

- „Die Juden aus den Niederlanden in Theresienstadt“, in: Theresienstädter Studien und Dokumente 2002, S. 135-201
- „The Making of a Zentralstelle. Die Eichmann-Männer in Amsterdam“, in: Theresienstädter Studien und Dokumente 2003, S. 353-382
- „Strukturen weiblichen Verhaltens in Theresienstadt“, in: Gisela Bock (Hg.): Genozid und Geschlecht. Jüdische Frauen im nationalsozialistischen Lagersystem, Frankfurt am Main 2005, S. 202-219