HOLOCAUST STUDIES TAGUNG
ARBEIT UND VERNICHTUNG




Arbeiterkammer Wien
Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien

Veranstaltungsort: Grosser Saal AK-Bildungszentrum, Theresianumgasse 16-18, 1040 Wien

Dieser Vortrag wurde live auf dieser Website übertragen und ist im Videoarchiv abrufbar.
Klicken Sie auf [play video]!


 
   
Donnerstag, 28. Juni, 17:30 Uhr  
   
Harald Welzer [play video]

Tötungsarbeit
 

Der Vernichtungskrieg und der Holocaust benötigten, wie andere Völkermorde auch, eine Menge Menschen, die sich für das Töten von anderen entscheiden mussten. Die bis heute noch ungeklärte Frage ist, wie es möglich ist, dass Menschen zu Massenmördern werden können, die noch wenige Monate zuvor selbst nicht geglaubt hätten, dass sie jemals zu so etwas in der Lage wären. Der Vortrag untersucht die soziale und professionelle Dynamik arbeitsteiligen Tötens und die Rolle, die „Arbeit“ als eine Referenzkategorie für die Täter spielt, die es ihnen ermöglicht, das Morden psychologisch zu normalisieren.

 
   
   
Curriculum Vitae  
   

Harald Welzer, Prof. Dr., geb. 1958, ist Direktor des Center for Interdisciplinary Memory Research am Kulturwissenschaftlichen Institut in Essen sowie Forschungsprofessor für Sozialpsychologie an der Universität Witten/Herdecke.

Forschungsbereich: Erinnerungs- und Gedächtnisforschung, Tradierungsforschung, Psychologische Holocaust- und Gewaltforschung.

Publikationen (Auswahl)

- Verweilen beim Grauen. Essays zum wissenschaftlichen Umgang mit dem Holocaust. Tübingen, 1997
- Das soziale Gedächtnis. Geschichte, Erinnerung, Tradierung. Hamburg, 2001
- ‚Opa war kein Nazi’. Nationalsozialismus und Holocaust im Familiengedächtnis. Frankfurt/M, 2002 (gem. mit S. Moller u. K. Tschuggnall)
- Das kommunikative Gedächtnis. Eine Theorie der Erinnerung. München, 2005
- Das autobiographische Gedächtnis. Hirnorganische Grundlagen und biosoziale Entwicklung. Stuttgart, 2005 (gem. mit H.J. Markowitsch)
- Täter. Wie aus ganz normalen Menschen Massenmörder werden. Frankfurt/M, 2005

 
back
weiter