HOLOCAUST STUDIES TAGUNG
ARBEIT UND VERNICHTUNG




Arbeiterkammer Wien
Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien

Veranstaltungsort: Grosser Saal AK-Bildungszentrum, Theresianumgasse 16-18, 1040 Wien

Dieser Vortrag wurde live auf dieser Website übertragen und ist im Videoarchiv abrufbar.
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Freitag, 29. Juni, 17:30 Uhr  
   
Frank Stern [play video]

Jiskor – Visuelle Erinnerungen im Spielfilm seit 1944
 

Das NS-Programm „Vernichtung durch Arbeit“ hat nicht allein in den Erinnerungen und Erzählungen von Überlebenden eine große Rolle gespielt sondern auch die Künstler unter ihnen, Schriftsteller, Filmemacher sowie Regisseure und Drehbuchautoren seit 1945 beschäftigt. Die fiktionalen Filmbilder sind zu einer Form der Repräsentation der Shoah geworden, in der die kulturelle Erinnerung sowohl an die Erfahrungen in den NS-Lagern als auch an die Berichte und Zeugenaussagen von Überlebenden in den ersten zwei Nachkriegsjahrzehnten aufscheint. Aus der Vielzahl von Dokumentar- und Spielfilmen werden herausragende Filmbeispiele in Ausschnitten gezeigt und diskutiert. Die visuellen und medialen Formen der Darstellung der Shoah sind heute zum wichtigsten Bereich eines gesellschaftlich, interkulturell und international umfassenden Jiskor – Erinnere! geworden, an dem Simon Wiesenthal aktiv mitgewirkt hat.

 
   
   
Curriculum Vitae  
   

Frank Stern, Univ.-Prof. Dr., lehrt seit 2004 am Institut für Zeitgeschichte der historisch-kulturwissenschaftlichen Fakultät an der Universität Wien mit Schwerpunkt Visuelle Zeit- und Kulturgeschichte. Nach Studien an den Universitäten in Jerusalem, Berlin und Tel-Aviv (dort Lehrtätigkeit 1987-1995) von 1996 bis 2004 Leiter des österreichisch-deutschen Studiengangs und Gründungsdirektor des Zentrums für österreichisch-deutsche Studien an der Ben-Gurion Universität des Negev in Beer-Sheva. Gastprofessuren u.a. in New York, Washington, Berlin.

Forschungen und Publikationen zur deutschen, österreichischen und israelischen Zeitgeschichte mit Schwerpunkt Antisemitismus, Philosemitismus, Erinnerungskulturen, Shoah und jüdisch-nichtjüdische Beziehungen im 20. und 21. Jahrhundert, visuelle Repräsentationen historischer und jüdischer Themen in Film und Medien.

Publikationen (Auswahl)

- Universalgeschichte der Juden. Historischer Atlas von der Zeit der Patriarchen bis zur Gegenwart (Herausgeber und Übersetzer der deutschsprachigen Ausgabe). Wien, 1993
- The Whitewashing of the Yellow Badge. Antisemitism and Philosemitism in Postwar Germany.Studies in Antisemitism Series. Oxford, 1991
- Im Anfang war Auschwitz. Gerlingen, 1992, 2. Auflage 1995
- Facing the Past. Representations of the Holocaust in German Cinema Since 1945, Joseph and Rebecca Meyerhoff Annual Lecture, United States Holocaust Memorial Museum. Washington, 2000
- …dann bin ich um den Schlaf gebracht. Tausend Jahre jüdisch-deutsche Kulturgeschichte. Berlin, 2002
- The Holocaust in Film and Literature. In: Konrad Kwiet, Jürgen Matthaus (Hrsg.), Contemporary Responses to the Holocaust. New York, 2004
- Voyeure der Vernichtung. Verbildlichung und Zeitbewusstsein. In: Helgard Kramer (Hrsg.), NS-Täter aus interdisziplinärer Perspektive. München, 2006
- Remembering as Forgetting in Visual Culture: The Documentary Shades of Gender in Shoah Fiction. In: Vera Apfelthaler, Julia Köhne  (Hrsg.), Gendered Memories. Transgressions in German and Israeli Film and Theater. Wien, 2007

 
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