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| HOLOCAUST STUDIES TAGUNG |
Arbeiterkammer Wien |
| Mittwoch, 27. Juni |
| Ulrich
Herbert "Arbeit und Vernichtung" Über Konvergenzen und Widersprüche nationalsozialistischer Politik |
Als die Juden im Ghetto Łódź im Jahre 1942 realisierten, dass die Deutschen daran gingen, sie systematisch umzubringen, setzten sie darauf, die Zahl der für die deutsche Rüstung arbeitenden Betriebe des Ghettos zu erhöhen, denn, so das Kalkül, nur wer den Deutschen nützlich sei, werde überleben. „Unser einziger Weg ist die Arbeit“, war daher ihre Schlussfolgerung und Hoffnung. Dass sie sich irrten und dass schließlich auch jene umgebracht wurden, die den Deutschen als Arbeitskraft nützlich war, ist als Kern des Zivilisationsbruches erkannt worden, weil das Prinzip des eigenen Vorteils hier durch die Deutschen aufgehoben zu sein schien. |
| Curriculum Vitae |
Ulrich Herbert, Prof. Dr., Jg. 1951; Studium der Geschichte, Germanistik und Volkskunde an der Universität Freiburg i.Br.; 1980 bis 1992 Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Hochschulassistent an den Universitäten Essen und Hagen; 1987/88 Research Fellow am Institute for German History, Tel Aviv University. Von 1992 bis 1995 Direktor der Forschungsstelle für die Geschichte des Nationalsozialismus, Hamburg; seit 1995 Professor am Historischen Seminar der Universität Freiburg i.Br. 1999 Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft; 2001 bis 2007 Mitglied des Wissenschaftsrats. Publikationen (Auswahl) - Europa und der „Reichseinsatz". Ausländische Zivilarbeiter, Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge in Deutschland, 1938 – 1945. Essen, 1991 |