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| HOLOCAUST STUDIES TAGUNG |
Arbeiterkammer Wien |
| Freitag, 29. Juni, 11:00 Uhr |
| Andrej Angrick Ausbeutung und Vernichtung im nationalsozialistisch besetzten Lettland |
Am Beispiel der Stadt, des Ghettos und des Konzentrationslagers (Kaiserwald) Riga soll exemplarisch die Vielschichtigkeit nationalsozialistischer Ausbeutungs- und Vernichtungspolitik in den einzelnen Phasen der Besatzung dargestellt werden. Angefangen mit den ersten Schritten der Verfolgungspolitik und der geopolitisch besonderen Rolle der Stadt bis hin zur Auflösung des Ghettos und der Verlegung von Produktionsstätten und -kommandos nach Westen, werden die sich ändernden ‚Bedürfnisse’ der Besatzer und die dadurch stetig wechselnde Rolle der Rigaer Juden und des Konzentrationslagers aufgezeigt. |
| Curriculum Vitae |
Andrej Angrick, Dr., geb. 1962, seit 1997 Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur; studierte Geschichte, Deutsch, Erziehungswissenschaft und Philosophie und promovierte 2000 an der TU Berlin; Mitarbeit bei der Ausstellung „Verbrechen der Wehrmacht. Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941-1944“. Diverse wissenschaftliche Publikationen und mehrere Aufsätze zur Geschichte des Dritten Reichs. Forschungsschwerpunkt: NS-Gewaltpolitik und Täterforschung; aktuelles Forschungsvorhaben ist die Abfassung einer umfangreichen Monographie zum Sonderkommando 1005 und des Versuchs des NS-Regimes, den Völkermord an den europäischen Juden vor der Weltöffentlichkeit zu verschleiern. Publikationen (Auswahl) - Die Einsatztruppe in der besetzten Sowjetunion 1941/42. Die Tätigkeits- und Lageberichte des Chefs der Sicherheitspolizei und des SD. Berlin, 1997 (Hrsg. von Peter Klein mit Beiträgen von Andrej Angrick) |